Noch immer keine Spur vom Hundequäler aus dem Alaunpark: Peta setzt Belohnung aus

Dresden - Noch immer wird der Tierquäler aus der Dresdner Neustadt (TAG24 berichtete) gesucht. Jetzt schaltet sich sogar die Tierschutzorganisation Peta ein!

Die Zeugin am Tatort: Jetzt sucht auch Peta nach dem Hundequäler.
Die Zeugin am Tatort: Jetzt sucht auch Peta nach dem Hundequäler.  © Ove Landgraf

Vor gut einer Woche beobachtete eine Anwohnerin des Alaunparks, wie ein Mann nachts gegen 1 Uhr seinen Hund mit voller Wucht in die Seite trat. Sie rief die Polizei, verfolgte den Mann, verlor ihn aber aus den Augen.

Die junge Frau machte den Fall via Facebook öffentlich, hunderte teilten den Post und kommentierten, schickten Nachrichten mit Vermutungen, um wen es sich bei dem Tierquäler handeln könnte.

"Es haben sich viele Leute gemeldet und haben Hinweise gegeben", so die Zeugin. "Bei der Polizei habe ich Anzeige gegen unbekannt erstattet." Auch das Veterinäramt ist eingeschaltet. Jetzt will die Tierschutzorganisation Peta den Fall aufklären und setzt eine Belohnung für sachdienliche Hinweise aus.

1000 Euro stehen bereit. "Bitte helfen Sie mit, diese schockierende Tat aufzuklären“, so Judith Pein von Peta. "Der Unbekannte muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden, bevor der Hund in seiner Obhut noch weiter leidet. Tiere müssen vor solchen Misshandlungen geschützt werden."

Täter soll zwischen 20 und 30 Jahren gewesen sein

Sie stellt dabei klar, dass Tierquälerei kein Kavaliersdelikt sei. "Es ist eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden." Wer Hinweise zu dem Fall hat, kann sich telefonisch unter 0711/8605910 oder per Mail melden - auch anonym.

Der Täter wird wie folgt beschrieben: Er soll zwischen 20 bis 30 Jahre alt, schlank und etwa 1,80 Meter groß sein. Er war dunkel gekleidet und hatte eine schwarze Kapuze über den Kopf gezogen. Der Hund war vermutlich ein schwarzer Mix mit kurzem Fell. Er hatte die Größe eines Schäferhundes, war jedoch sehr schlank.

Der Vorfall in Kürze: Am Dienstag vergangener Woche (22.01.) gegen 1 Uhr nachts hörte sie in ihrer Wohnung nahe dem Alaunplatz ein lautes Hundejaulen aus Richtung des Parks. Das Tier schien vor Schmerzen zu schreien. Später bemerkte sie einen Mann, der mit dem Hund an der Leine aus dem Park kam. In Höhe der Toiletten trat er plötzlich auf das Tier ein, wieder jaulte es schmerzerfüllt auf. Die Zeugin stellte den Mann zur Rede, verfolgte ihn.

Auf Höhe der Nordstraße verlor sich aber seine Spur.

Titelfoto: Ove Landgraf

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