Altmaier über neues Bosch-Werk: "Dresden hat das Potential zur weltweiten Nummer eins"

Dresden - Vor wenigen Monaten erst rückten die ersten Bagger im Norden für Technologie-Gigant Bosch an. Montag konnte bereits der Grundstein für die moderne Chip-Fabrik gelegt werden. Wirtschaftsbosse und Polit-Prominenz betonten dabei, wie wichtig die Stadt als Wirtschaftsstandort ist: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (60, CDU) sieht sogar die Chance, dass Dresden weltweit die Nummer 1 wird!

So soll die Fabrik schon Ende 2019 aussehen.
So soll die Fabrik schon Ende 2019 aussehen.  © Visualisierung: Bosch

Neun Kräne drehen sich auf Baufeld im Airportpark in Klotzsche, das Fundament ist zur Hälfte gegossen, die ersten Treppenhäuser stehen schon: Spätestens Ende 2019 soll das mehrstöckige Mikrochip-Werk (1 Milliarde Euro, 700 Arbeitsplätze) fertig sein.

Zwei Jahre darauf soll die Produktion der Halbleiter für Autos (Schwerpunkt: Autonomes Fahren) und das Internet der Dinge starten. Erstmals will Bosch "Wafer" (Grundplatten für Chips) mit 300-Millimeter-Technologie produzieren. Mit den bislang genutzten kleineren Wafern können nicht so viele Halbleiter hergestellt werden.

Trotz Mitbewerbern aus Singapur und New York gab Bosch Sachsen den Vorzug. "Wenn man sich mit Halbleiter-Technologie und Digitalisierung beschäftigt, kommt man an Dresden nicht vorbei", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU, 43) erfreut.

Für Bosch-Boss Dirk Hoheisel (59) ist "Dresden ein Motor der Mikroelektronik in Europa." Mit Blick auf die Zukunft sieht Wirtschaftsminister Altmaier sogar das Potential, dass "Dresden zu einem der wichtigsten, vielleicht sogar zu dem wichtigsten Standort weltweit in diesem Bereich wird."

Nachdem Bosch-Bosse und Polit-Prominenz den Grundstein gelegt hatten, feierten sie am Nachmittag noch mit Dutzenden Gästen bei Erdbeer-Smoothies, Sekt, Melonen-Gurkensalat und Lachs. Nur Altmaier und Kretschmer düsten zum nächsten Termin weiter, stärkten sich lieber bei McDonald’s.

Grundsteinlegung im Airportpark mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (60, CDU, 2.v.l.), Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel (59, 3.v.l.) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU, 4.v.l.).
Grundsteinlegung im Airportpark mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (60, CDU, 2.v.l.), Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel (59, 3.v.l.) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU, 4.v.l.).  © Eric Münch
In Dresden will Bosch erstmals hochmoderne Wafer mit 300-Millimeter-Technologie produzieren.
In Dresden will Bosch erstmals hochmoderne Wafer mit 300-Millimeter-Technologie produzieren.  © DPA/Christoph Schmidt
Zwei von vier Treppenhäusern ragen bereits in die Höhe: Die Arbeiten auf dem Baugrundstück (Knappsdorfer Straße) schreiten schnell voran.
Zwei von vier Treppenhäusern ragen bereits in die Höhe: Die Arbeiten auf dem Baugrundstück (Knappsdorfer Straße) schreiten schnell voran.  © Eric Münch

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