Dieser Typ ergaunerte 12.000 Euro mit geklauten Kreditkarten

Langfinger am Briefkasten. Baris A. (21) klaute so Bank-Post.
Langfinger am Briefkasten. Baris A. (21) klaute so Bank-Post.

Dresden - Baris A. (21) verdiente 12 000 Euro in sieben Monaten. Allerdings auf kriminelle Art. Er klaute Geld-Karten, um damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Am Donnerstag saß der Betrüger im Dresdner Amtsgericht.

Der ungelernte Drogenabhängige ging ab Mai 2016 an Briefkästen-Anlagen in Wohnhäusern auf Beutefang: Mindestens 16 Mal fingerte er Briefe von Banken heraus, ergatterte so Visa-Karten oder EC-Karten samt PIN.

Mit den Karten ging der gebürtige Würzburger über 130 Mal im Stadtgebiet einkaufen oder hob an Automaten Geld ab. Auffällig häufig shoppte Baris im Supermarkt am Albertplatz. Logisch: Dort zahlt der Kunde am Kassen-Automaten, der freilich nur scannt, ob die Karte gültig ist. Nicht, ob ein Mann mit der Karte einer Frau bezahlt...

Weniger Glück hatte Baris bei Tankstellen, denen der Schwindel häufig auffiel. Doch Anzeigen schreckten ihn nicht. Er organisierte sich stets neue Karten. Bis der Wohnungslose im November 2016 endlich hinter Gitter kam.

Die Staatsanwältin verlas fast eine Stunde die umfangreiche Anklage gegen Baris A., dem auch zahlreiche Schwarzfahrten vorgeworfen werden. Der mehrfach Vorbestrafte wollte sich auch zu allen über 150 Punkten äußern.

Allerdings hinter verschlossenen Türen. Laut Jugendgerichtshilfe hatte der Angeklagte „traumatische Kindheitserlebnisse“, weshalb die Öffentlichkeit nicht nur zur Erörterung seines bisherigen Lebens sondern auch zu den Taten ausgeschlossen wurde. Urteil folgt.


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