"Schwärzeste Nacht meines Lebens": Dieser Gleisbauer ist jetzt nicht nur seinen Job los

Lajos P. (27) legte im Suff eine kreuzgefährliche Aktion im Straßenverkehr in.
Lajos P. (27) legte im Suff eine kreuzgefährliche Aktion im Straßenverkehr in.  © Ove Landgraf

Dresden - Gleisbauer Lajos P. (27) fuhr im Juni im Bahn-Dienstwagen erst der Polizei davon und rammte dann den Streifenwagen auch noch. Am Montag bekam der Ex-Bahner die Quittung vom Amtsgericht.

"Es war die schwärzeste Nacht meines Lebens. Ich entschuldige mich", sagte Lajos kleinlaut.

Umso heftiger war die Tat: Nach einer Feier stieg der Gleisbauer mit 1,4 Promille in den Dienst-Caddy der Deutschen Bahn. Er fuhr heim in die Friedrichstadt.

Als er die Kreuzung Schäferstraße bei "Rot" nahm, wollte eine Polizeistreife ihn kontrollieren. Lajos, der schon 2016 wegen Suff am Steuer 500 Euro Bußgeld zahlte, trat aufs Gas. An der Fröbelstraße bog er in die Behringstraße. Eine Sackgasse.

Beim Versuch, samt Auto von dort zu fliehen, krachte er ins Polizeiauto. "Mit Absicht!", konstatierte der Richter. "Sie haben mit Anlauf den Wagen gerammt. Ihnen war alles egal. Das ist unentschuldbar!" Die Folgen: beide Polizisten zum Glück nur leicht verletzt, die Wagen Schrott (über 50.000 Euro). Lajos verlor seinen Job bei der Bahn, muss den Schaden zahlen und versucht, sein Alkoholproblem zu lösen.

Urteil: 18 Monate Haft auf Bewährung. Der Führerschein bleibt zwei Jahre eingezogen. Und Lajos muss zusätzlich 2000 Euro Strafe zahlen. sts

Der Funkwagen war nach dem Crash nur noch Schrott (über 40.000 Euro Schaden). Auch der Caddy der Bahn wurde komplett zerlegt (über 11.000 Euro).
Der Funkwagen war nach dem Crash nur noch Schrott (über 40.000 Euro Schaden). Auch der Caddy der Bahn wurde komplett zerlegt (über 11.000 Euro).  © Roland Halkasch

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