Nach Untreue-Verdacht: Ex-Tafel-Chef freigesprochen!

Dresden - Wenn es ans Geld geht, sollte man eben doch alles aufschreiben: Ex-Tafel-Chef Andreas Sch. (44) sah das anders und schon landete er gestern auf der Anklagebank des Dresdner Amtsgerichts. Doch dort hatte er noch mal Glück.

Seine chaotische Beziehung zum Geld brachte Ex-Tafel-Chef Andreas Sch. (44) am Montag vor Gericht.
Seine chaotische Beziehung zum Geld brachte Ex-Tafel-Chef Andreas Sch. (44) am Montag vor Gericht.  © Peter Schulze

Das Ehepaar Christian (47) und Christiane R. (57) hat ein bisschen Probleme im Alltag und deshalb einen Betreuer.

Mit diesem kamen die beiden nicht zurecht und waren deshalb froh im Jahr 2015 Sch. kennenzulernen.

Dieser bot sich als Betreuer an, bekam dann auch eine Betreuungs- und Postvollmacht für die beiden. Nun wirft die Staatsanwaltschaft ihm vor, mindestens 2448,60 Euro Pflegegeld über das eigene Konto abgezwackt zu haben.

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Das Problem: Sch. und das Ehepaar vereinbarten alles mündlich, bei Einkäufen gab er ihnen das Geld bar, schriftliche Abrechnungen gab es nie.

"Ich lebe entmaterialisiert", sagt der Angeklagte. "Ich habe einen schwierigen Bezug zu Geld."

Glück für ihn: Durch das Chaos ließ sich auch nicht beweisen, dass er Geld veruntreut hätte - Freispruch!

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