Tatort Pieschener Elbhafen: Mann wollte eine Frau vergewaltigen

Dresden - Erst plauderten sie, doch dann machte er sich auf dem Elberadweg über die junge Frau (29) her, wollte sich an ihr vergehen. Vorm Amtsgericht hielt Pakistani Ali M. (28) dann eine Märchenstunde ab, welche die Staatsanwältin als "haarsträubend" bezeichnete ...

Ali M. (28) aus Pakistan kam in Handschellen ins Amtsgericht und verließ es so auch wieder.
Ali M. (28) aus Pakistan kam in Handschellen ins Amtsgericht und verließ es so auch wieder.  © Ove Landgraf

Die gebürtige Dresdnerin war nach der Disco ("Downtown") angetrunken auf dem Weg nach Hause.

Am Bahnhof Neustadt sprach sie der Täter (geduldeter Flüchtling) an. Es entwickelte sich ein nettes Gespräch, sie gingen ein Stück gemeinsam. Er wollte sie weiter begleiten, das lehnte die Frau ab.

Doch Ali verfolgte sie, versuchte sie am Pieschener Elbhafen zu küssen. Er stieß sie zu Boden, legte sich auf sie. Hielt ihre Arme fest, zog seine Hose und ihren Slip aus.

Bevor er den Akt erzwingen konnte, ließ er aufgrund ihres Widerstands oder eines passierenden Radlers ab und floh.

"Sie hat sich auf meinen Schoß gesetzt. Ich schwöre bei meinem einzigen Kind, dass ich keine Gewalt angewendet habe", sagte der Pakistani (geschieden) aus. Doch Schürfwunden und Hämatome widersprachen seiner Version. Ebenso der zerrissene Slip, in dem die Ermittler seine DNA-Spuren gefunden hatten.

"Nach der Nummer noch das Handy zu klauen, ist der Hammer", so Richter Thomas Hassel. Er verurteilte Ali M. zu drei Jahren und zwei Monaten Haft wegen sexueller Nötigung, vorsätzlicher Körperverletzung und Diebstahls. Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Blick von der Brücke in Richtung Tatort in Höhe des Hafens.
Blick von der Brücke in Richtung Tatort in Höhe des Hafens.  © Ove Landgraf

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