Rabensohn vor Gericht! Mutter abgezockt, beschimpft und geprügelt

Marcel H. (29) musste vor der Amtsrichterin antreten.
Marcel H. (29) musste vor der Amtsrichterin antreten.  © Ove Landgraf

Dresden - Glück gehabt! Weil seine Mutter die meisten Anzeigen gegen ihn zurückzog, kam Marcel H. (29) am Dienstag am Amtsgericht mit einer Geldstrafe davon. Der Junior hatte der Mama übel mitgespielt.

"Das war eine Zeit, wo ich mich habe gehen lassen", umschrieb der arbeitslose Gelegenheitsjobber seine Frechheiten gegenüber Mutter Ruth (56). Die Schichtarbeiterin hatte den Sohn, der Lehren abbrach, Drogen nahm, bei sich wohnen lassen. Ihr ohnehin schmales Konto plünderte Marcel, stellte sich 19-mal Überweisungen aus, strich so ohne Mutters Wissen 2 660 Euro ein.

"Ich habe ihn dann zur Rede gestellt", so die Mutter. Reaktion des Juniors: Er schlug Türen ein, gab seiner Mutter eine Kopfnuss, würgte sie und beleidigte sie übel.

"Aber er hat sich inzwischen entschuldigt", so Ruth H., die Marcel seinerzeit per Polizei aus der Wohnung werfen ließ. "Mir tut das total leid", so Marcel, der bis heute nicht für die demolierten Türen gezahlt hat und nun wegen Betruges, Körperverletzung und Sachbeschädigung vor der Amtsrichterin stand.

Weil Mutter Ruth da aber die Betrugsanzeigen zurückzog, konnte er dafür nicht verurteilt werden. Für den ganzen Rest muss Marcel jetzt 1200 Euro Strafe zahlen.


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