Parkplätze und Lärm: Bürgerfraktion will neue Tram zum Blauen Wunder stoppen

Dresden - 163 Millionen Fahrgäste aktuell - perspektivisch bis zu 200 Millionen pro Jahr: Die DVB "müssen" immer mehr Passagiere befördern. Doch die Ausbauprojekte stocken.

Christian Bösl (45, Bürgerfraktion) will die Planungen für die neue Straßenbahn-Strecke stoppen.
Christian Bösl (45, Bürgerfraktion) will die Planungen für die neue Straßenbahn-Strecke stoppen.  © Holm Helis

Jetzt formiert sich auch noch Widerstand gegen die Pläne, Strabas durch Striesen bis zum Blauen Wunder rollen zu lassen. Auch eine Buslinie ist betroffen.

Konkret untersucht die Verwaltung momentan eigentlich mögliche Korridore für eine neue Straba-Linie zwischen Strehlen, Striesen und Blasewitz.

Hintergrund ist auch in diesem Bereich, dass Busse an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Der Anschluss könnte vom Haltepunkt Strehlen über Tiergartenstraße, Zwinglistraße und Pohlandplatz bis zum Schillerplatz führen. Gebaut werden könnte frühestens ab 2030.

Die Bürgerfraktion lehnt diese Planungen genauso wie eine Bürgerinitiative ab. Per Ratsbeschluss wird nun ein Ende sämtlicher Untersuchungen gefordert.

Hintergrund sind Sorgen vor massiven Eingriffen in gewachsene Wohngebiete, vor Lärm, dem Wegfall von Straßenbäumen, Radwegen und Parkplätzen durch geplante neue Gleise.

Werden doch nie Straßenbahnen von der Zwinglistraße zum Blauen Wunder fahren?
Werden doch nie Straßenbahnen von der Zwinglistraße zum Blauen Wunder fahren?  © Norbert Neumann

"Grundsätzlich ist es nicht einfach, eine Linie durch ein gewachsenes Quartier hindurchzuführen. Deshalb soll die Untersuchung klären, ob wir diese Linienführung weiterdenken können. Es um Verkehrsfluss, Radfahrer, Lärm, Denkmalschutz", so Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne). Die Ergebnisse sollen Mitte des Jahres vorliegen.

Per Antrag soll zudem verhindert werden, dass mehr Busse über die Augsburger Straße fahren. "Die Straße ist stellenweise sehr schmal. Etwa im Bereich zwischen der Blasewitzer Straße und der Tittmannstraße würde eine Buslinie zu massiven Eingriffen in den Parkraum und Grundstücke Dritter führen", so Christian Bösl (45, Bürgerfraktion).

DVB und Stadt stehen hinter dem Plan. Momentan sei das Gebiet unterversorgt.

Wohl nicht vor 2035 könnten die ersten Bahn von Strehlen bis zum Schillerplatz rollen - falls überhaupt.
Wohl nicht vor 2035 könnten die ersten Bahn von Strehlen bis zum Schillerplatz rollen - falls überhaupt.  © Ove Landgraf
Momentan untersucht die Stadt mögliche "Korridore" für die Strecke. Sicher sind nur Zwinglistraße, Pohlandplatz und Schillerplatz als wichtige Knoten.
Momentan untersucht die Stadt mögliche "Korridore" für die Strecke. Sicher sind nur Zwinglistraße, Pohlandplatz und Schillerplatz als wichtige Knoten.  © Strabag

Titelfoto: Holm Helis, Ove Landgraf

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