Auto von Professor Patzelt abgefackelt! Antifa bekennt sich zur Tat

In der Nacht zu Dienstag wurde der Mitsubishi von Politikprofessor Werner Patzelt (63) angezündet und brannte vollkommen aus.
In der Nacht zu Dienstag wurde der Mitsubishi von Politikprofessor Werner Patzelt (63) angezündet und brannte vollkommen aus.  © Robert Michael

Dresden - Schon seit langem kritisieren Linksradikale den Dresdner Politikprofessor Werner Patzelt (63) für seinen Umgang mit Pegida-Demonstranten. In der Nacht zum Dienstag stand dann das Auto des Akademikers in Flammen (TAG24 berichtete). Am Freitag tauchte nun ein Bekennerschreiben auf.

Wie bereits vermutet wurde, stammt dieses aus dem linksradikalen Spektrum.

Bebildert ist das Schreiben, dass auf Indymedia veröffentlicht wurde und das Patzelt selbst auf seiner Facebookseite teilte, mit einem Schnappschuss des ausgebrannten Fahrzeugs. Im Text macht die "militante Antifa" ihrem Unmut Luft, dass Pegida immernoch ungehindert demonstrieren könne, rechtsradikale Gruppen aus dem Boden schießen und Sachsens Ruf immer brauner werden würde.

"Aus diesen Gründen haben wir uns dazu entschieden unsere Intervention, gegen diese benannten "sächsischen Verhältnisse" auf eine neue Stufe zu stellen und haben in der Nacht vom 27. März auf den 28. März das Auto (...) von dem bekannten Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt (...) abgebrannt", heißt es hier.

Und weiter: "Werner Patzelt hat in seinen Büchern, Vorlesungen und Interviews den geistigen Nährboden dafür gelegt, dass in Dresden und Sachsen seit Jahren rassistische Pogrome, faschistische Angriffe und eine ekelhafte konservative Politik passieren. Dadurch kam es zu physische und psychischer Verletzungen (Rechtschreibung übernommen)".

Werner Patzelt wird seit langem aus dem linken Spektrum für seine angeblichen Pegida-Sympathien kritisiert.
Werner Patzelt wird seit langem aus dem linken Spektrum für seine angeblichen Pegida-Sympathien kritisiert.  © DPA

Damit bestätigt sich der Verdacht des Operativen Abwehrzentrums (OAZ), dass der Brandanschlag keine Zufallstat war. „Aufgrund des Besitzers, halten wir eine politische Motivation der Brandstiftung für möglich", äußerte sich Sprecherin Kathleen Doetsch am Dienstag.

Auch Werner Patzelt, der sich zum Tatzeitpunkt in Tunis befand, hatte von Anfang an die Antifa im Visier. „Es ist eine Gewohnheit und Tradition von Extremisten, sich an fremden Eigentum zu vergreifen“, äußerte er sich. Er wurde schließlich auch "vorgewarnt".

Denn nach seinem Vortrag beim "Extremismus-Kongress" der AfD in Berlin, ließ die Antifa ihn wissen: "Es wird also höchste Zeit, ihn spüren zu lassen, dass das Verständnis für Rassist*innen Konsequenzen hat".

Diese Drohung haben die Extremisten den Inhaber des TU-Lehrstuhls für "Politische Systeme" nun spüren lassen. Doch der 63-Jährige will sich nicht einschüchtern lassen, verteidigt sich gegen den Vorwurf, ein "Pegida-Versteher" zu sein.

"Sehr hoffe ich, dass niemand auf den Gedanken gekommen ist, mir hätte es die Sprache verschlagen, nur weil da jemand in Dresden meinen Wagen angezündet hat", beginnt er seinen Facebook-Eintrag, indem er davon ausgeht, dass die Linksradikalen die Aktion als "Etappensieg im antifaschistischen Kampf gegen Rassismus und Chauvinismus" feiern.

Doch er stellt klar: "Als „Sieg“ wird es auch nicht gelten können, wenn der Angegriffene anschließend um keinen Millimeter von seiner stets eingehaltenen Linie abweicht".

Das Operative Abwehrzentrum kann nun andere Täterprofile ausschließen. Der oder die Brandstifter sind jedoch noch nicht gefasst.


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