Archäologen machen spannende Entdeckung unter Dresden

Die spätmittelalterlichen Fundstücke werden jetzt archiviert.
Die spätmittelalterlichen Fundstücke werden jetzt archiviert.

Von Dirk Hein

Dresden - Am ehemaligen „Hotel Stadt Leipzig“, immerhin der älteste noch existierende Hotelbau der Stadt, tut sich was. Ein Investor steht in den Startlöchern, will die „Heinrichshöfe“ realisieren. Vorher rückten Sachsens Landesarchäologen an.

Zwischen Januar und April gruben insgesamt sechs Forscher auf der auf der knapp 1000 Quadratmeter großen Hinterhoffläche.

Einer der wichtigsten Funde:

Eine bronzene Gewandnadel aus der Bronzezeit um 1400 vor Chr. Die Nadel stammt aus Süddeutschland und beweist den bereits regen Handel in der Zeit.

Die Fläche an der Rähnitzgasse, einer der ältesten Straßen der Stadt, war aber auch später wohl nie unbebaut.

Im kompletten Hinterhof haben die Archäologen um Angelika Salmen (38) gegraben.
Im kompletten Hinterhof haben die Archäologen um Angelika Salmen (38) gegraben.

Die Wissenschaftler fanden etwa spätmittelalterliche Tontöpfe.

„Die unbrauchbaren Fehlbrände sind damals einfach als Ausschuss im Hof entsorgt worden. Obwohl wir keine Öfen entdecken konnten, könne wir davon ausgehen, das hier Töpfer ansässig waren“, so Grabungsleiterin Angelika Salmen (38).

Die Forscher fanden auch Hinweise, dass noch im 17. Jahrhundert hinter den Wohnblöcken Gärten waren und Tiere gehalten wurden.

Sobald die Finanzierung komplett steht, startet der Neubau der „Heinrichshöfe“ mit etwa 30 Wohnungen und Apartments. Der Innenhof wird dann bebaut.

Denkmalschutzgerecht bleibt die Fassade an der Heinrichstraße und fast das gesamte Gebäude an der Rähnitzgasse erhalten.

Das einstige „Hotel Stadt Leipzig“ wird bald saniert. Zusammen mit einem Neubau dahinter entstehen so die „Heinrichshöfe“.
Das einstige „Hotel Stadt Leipzig“ wird bald saniert. Zusammen mit einem Neubau dahinter entstehen so die „Heinrichshöfe“.

Fotos: Petra Hornig


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