Asphalt-Ärger immer verrückter! Anwohner wollen gar kein Pflaster

Dresden - Der Asphalt-Ärger an der Jägerstraße zieht immer größere Kreise. Erst schieben sich Rathaus und DREWAG gegenseitig den Schwarzen Peter zu, jetzt melden sich Anwohner zu Wort. Die wollen den neuen Asphalt nämlich nicht mehr hergeben.

Kämpfen für Asphalt statt wildem Kopfsteinpflaster entlang der Jägerstraße: Regina Gerdiken (47) und Peter Költzsch (80).
Kämpfen für Asphalt statt wildem Kopfsteinpflaster entlang der Jägerstraße: Regina Gerdiken (47) und Peter Költzsch (80).  © Steffen Füssel

Rückblick: Die DREWAG baut abschnittsweise auf der Jägerstraße. Mit Abschluss der ersten Bauarbeiten wurde eine glatte Asphaltschicht aufgetragen. Die begeistert Radfahrer und Anwohner. "Der Lärm hat sich halbiert", sagt Regina Gerdiken.

Doch irgendetwas ging bei der Kommunikation zwischen Stadt und Bauherr schief. Das Denkmalamt hatte Asphalt nie genehmigt, prüfte sogar einen Rückbau.

Hintergrund: Das gesamte Gebiet samt Straßenpflaster ist denkmalgeschützt. Bei allen weiteren Bauabschnitten soll daher das alte Wildpflaster wieder neu eingesetzt werden.

Dagegen wenden sich jetzt immer mehr Bürger vor Ort. "Ein asphaltierter Mittelstreifen und ein Parkstreifen aus historischem Pflaster stellen einen hervorragenden und pragmatischen Kompromiss zwischen Denkmalschutz und Lärmschutz dar", so Helmut Wurzer.

Per Brief an Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne) fordern die Bürger nun, dass auch der Rest der Straße wie bisher saniert wird.

Titelfoto: Steffen Füssel

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