40 Asylbewerber gehen mit Messern, Stühlen und Feuerlöschern aufeinander los

Dresden - Am Pfingstsonntag ist es in Dresden erneut zu Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen im Asylheim an der Hamburger Straße gekommen.

An der Hamburger Straße eskalierte mal wieder die Situation. (Symbolbild, Fotomontage)
An der Hamburger Straße eskalierte mal wieder die Situation. (Symbolbild, Fotomontage)  © DPA

Wie die Polizei am Montag mitteilte, eskalierte ein Streit im Innenhof des Heimes. Insgesamt seien 40 Asylbewerber verschiedener Nationalitäten aufeinander losgegangen, nachdem der Streit zwischen zwei Gruppen zunächst verbal begann.

Die Bewohner gingen laut Polizeiangaben mit Messern, Stühlen und Feuerlöschern aufeinander los. Dabei wurden mindestens drei Menschen verletzt. Es handelt sich um zwei Libyer (39 und 25), die Gesichtsverletzungen, Stich- und Schnittverletzungen im Bein und im Oberkörperbereich erlitten. Ein Georgier (50) erlitt ebenfalls Stich- und Schnittverletzungen im Bein.

Als die Beamten eintrafen, hatte sich die Szenerie schon aufgelöst, die Bewohner zogen sich teilweise auf ihre Zimmer zurück.

Ein 21 Jahre alter Serbe wurde vorläufig festgenommen. Er wurde später auf Weisung der Staatsanwaltschaft wieder freigelassen. Er wird zudem verdächtigt, einen Tag zuvor einen Brand in der Unterkunft gelegt zu haben.

Wie die Polizei mitteilte, soll er in seinem Zimmer ein Feuer aus mehreren Papierstücken auf dem Boden entzündet haben. Durch das Feuer entstand ein 30x30 Zentimeter großes Brandloch.

Zudem riss er einen Fensterflügel aus dem Scharnier und brach einen Heizkörper aus der Wand. Dabei wurden das Zimmer und Teile der gesamten Etage überschwemmt.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0