Sechs-Tore-Führung verspielt! HC Elbflorenz kassiert Pleite in Aue

Der EHV Aue kämpfte sich nach einem Sechs-Tore-Rückstand noch zurück in die Partie.
Der EHV Aue kämpfte sich nach einem Sechs-Tore-Rückstand noch zurück in die Partie.  © Peter Zschage

Aue - Das war Werbung für den Handball-Sport, das war bockstark! 1700 Zuschauer sorgten bei der Punktspielpremiere zwischen dem EHV Aue und dem HC Elbflorenz Dresden für einen stimmungsvollen Rahmen.

Und die bekamen ein überragendes Derby mit allen Haken und Ösen geboten. Der EHV gewann spektakulär 28:27 (11:16). Die Partie bestimmte Dresden in den ersten 30 Minuten klar. Schnell, zielstrebig, temposcharf und hinten im Form von Co-Trainer Rico Göde energisch zupackend. Er, der bärenstarke Roman Becvar, Henning Quade und Julius Dierberg waren nicht zu stellen. Aue machte zu viele Fehler, spielte zu pomadig.

Und: Mit Mario Huhnstock hatte Dresden einen Keeper im Tor, der auch mal paar Bälle hielt. Auf der anderen Seite bekamen Robert Wetzel und Eric Töpfer kaum was zu greifen, Dresden führte zur Pause mit 16:11. Der HCE legte nach der Pause nach - 17:11 (31. Minute).

Was eine Torhüterleistung ausmacht, war danach zu sehen. Plötzlich vernagelte Töpfer den EHV-Kasten, hielt einfach überragend und vorn kamen seine Jungs ins Rollen.

Co-Trainer Rico Göde vom HC Elbflorenz (Nummer 7), der aufgrund anhaltender Verletzungssorgen mitspielen musste, greift energisch nach dem Ball.
Co-Trainer Rico Göde vom HC Elbflorenz (Nummer 7), der aufgrund anhaltender Verletzungssorgen mitspielen musste, greift energisch nach dem Ball.  © Peter Zschage

Eric Meinhardt, Kevin Roch, Jan Faith und Gregor Remke gaben Gas - 18:19 (41.).

Jetzt war es nervenaufreibend: Packende Zweikämpfe, mitreißende Aktionen vor den Toren, das hielt keinen auf den Sitzen. Beide Teams gaben alles, spielten stark. Aue glich durch Roch aus - 22:22 (50.).

23:23 (51.), 25:25 (54.), 26:26 (57.) Und dann warf Janar Mägi Aue erstmals mit 27:26 (58.) in Führung, Adrian Kemmlodt glich wieder aus. Irre! Remke traf 50 Sekunden vor Schluss zum 28:27 für den EHV!

Und dann der absolute Wahnsinn. Philipp Jungemann foulte 15 Sekunden vor Schluss Dierberg. Rot und Siebenmeter. Tim-Philipp Jurgeleit nahm sich den Ball und scheiterte an Töpfer - Sieg für Aue!

Die besten Werfer waren Roch (5) für Aue und Dierberg (7) für Dresden.


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