Keine guten Nachrichten von Dresdens Elbquerungen

Die Augustusbrücke wird definitiv erst 2020 fertig.
Die Augustusbrücke wird definitiv erst 2020 fertig.  © Amac Garbe

Dresden - Der Brückenschlag bleibt mühsam. Die Arbeiten an der Augustusbrücke verzögern sich: Das Bauwerk wird nun definitiv doch erst 2020 fertig. Die Albertbrücke wird erneut in Gerüste gehüllt, und das Blaue Wunder muss weiter auf seine Sanierung warten. Geplant sind zudem weitere Bauvorhaben.

Der Sandstein an der Augustusbrücke war stärker beschädigt als angenommen. Arbeiter stießen auf eine 100 Jahre alte Teerschicht, die giftige Gase absonderte. Mittlerweile steht das Traggerüst, jetzt laufen die Vorbereitungen zur Schalung und zum Neubau des ersten Brückenbogens. "An den Kosten von 23 Millionen Euro hat sich nichts geändert", so Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41).

Ab April wird die vor einem Jahr fertiggestellte Albertbrücke erneut zur Baustelle. Steine müssen ersetzt werden, Verfugungen vorgenommen. "Dadurch wird es Einschränkungen an den Fahrspuren geben", sagt Andreas Gruner (31) vom Straßen- und Tiefbauamt.

Am Blauen Wunder tut sich 2018 nichts.
Am Blauen Wunder tut sich 2018 nichts.  © Amac Garbe

Gar nichts geschehen wird indes am Blauen Wunder. Eigentlich sollten 2018 die Inneren Geländer sowie einige Stahlbauteile ausgewechselt werden. Nur zwei Firmen reagierten auf die Ausschreibung vom Spätherbst für April, ihre Projekte waren nicht realisierbar. Gruner räumt ein, dass die Ausschreibung zu spät angesetzt war.

2019 soll es klappen, die Angebote sollen nun ab Sommer gesammelt werden. Kleiner Trost: Dafür wird ab März das kleine Blaue Wunder, die Radbrücke an der Alberthafen-Einfahrt, für 2,4 Millionen instand gesetzt. Weitere Projekte für 2018 sind unter anderem die Radwegbrücke über den Niedersedlitzer Flurgraben, die Brücke Tännichtgrund und die Brücke Frauensteiner Platz.

Aus Eigenmitteln wird die Stadt sechs Millionen Euro investieren, das entspricht etwa zehn Prozent der Gesamtkosten. Für den Löwenanteil von rund 90 Prozent ist die Stadt auf das Land angewiesen.

An der Albertbrücke bröckelt es noch an der Unterseite./ Auch ihm geht es 2019 an den Kragen: Da wird das Brückenmännchen wieder aufgehübscht.
An der Albertbrücke bröckelt es noch an der Unterseite./ Auch ihm geht es 2019 an den Kragen: Da wird das Brückenmännchen wieder aufgehübscht.  © Amac Garbe/ Wikipedia
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41, r.) und Andreas Gruner (31) vom Straßen- und Tiefbauamt stellten die Brückenbauvorhaben für 2018 vor.
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (41, r.) und Andreas Gruner (31) vom Straßen- und Tiefbauamt stellten die Brückenbauvorhaben für 2018 vor.  © Amac Garbe
Das kleine Blaue Wunder wird umfassend saniert.
Das kleine Blaue Wunder wird umfassend saniert.  © Amac Garbe

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