Aus 800 Jahren Stadtgeschichte: Chefarchivar Kübler zeigt uns Dresdens Schätze

Der Archivleiter zeigt TAG24-Reporter Hermann Tydecks (34) seinen Lieblingsschatz: Die Fotosammlung aus dem Nachlass des verstorben Fotografen Matthias Neumann (†63).
Der Archivleiter zeigt TAG24-Reporter Hermann Tydecks (34) seinen Lieblingsschatz: Die Fotosammlung aus dem Nachlass des verstorben Fotografen Matthias Neumann (†63).  © Thomas Türpe

Dresden - Unzugänglich für die Öffentlichkeit lagern im Stadtarchiv hunderttausende historische Dokumente mit verborgenen Geschichten aus acht Jahrhunderten.

Jetzt enthüllt Archivleiter Thomas Kübler (51) mit mehreren Autoren die spannendsten Schätze der Dresdner Stadtgeschichte - in einem Buch mit Sonderausstellung.

So eine Publikation gab es noch nie! 40 Archiv-Schätze auf Fotos, Urkunden und Akten können die Sachsen im Buch entdecken.

Jeder Schatz wird von einem eigenen Autoren beschrieben: "Jeder hat seinen eigenen Blick auf die Stadtgeschichte", begründet Archivleiter Kübler.

Neben bedeutenden Persönlichkeiten der Historie werden auch Kuriositäten vorgestellt, darunter Dresdens ältestes öffentliches Damenklo von 1834 und die erste Leichen-Sezierung von 1734.

Geheime Akten, längst vergessene Dokumente, einzigartige Fotos aus acht Jahrhunderten Stadtgeschichte: Amtsleiter Thomas Kübler (51) enthüllt erstmals die verborgenen "Schätze" aus dem Stadtarchiv.
Geheime Akten, längst vergessene Dokumente, einzigartige Fotos aus acht Jahrhunderten Stadtgeschichte: Amtsleiter Thomas Kübler (51) enthüllt erstmals die verborgenen "Schätze" aus dem Stadtarchiv.  © Thomas Türpe

Oder das älteste Marktprivileg der Stadt aus dem Jahr 1434 - die kurfürstliche Erlaubnis zum Abhalten eines Marktes auf dem Alten Markte. "Das ist das Geburtsdokument des Striezelmarktes", erklärt Kübler.

Sein Lieblingsschatz ist die Foto-Sammlung des 2008 verstorben Matthias Neumann (†63). Der Dresdner machte vor seiner Ausreise aus der DDR Aufnahmen in Loschwitz und Blasewitz: "Es sind die schwarz-weiß konservierten Erinnerungen an seine Stadt. Sie zeigen, was wirklich war, da ist nichts gekünstelt", sagt Kübler.

Das Buch trägt den Titel "in civitate nostra dreseden - Verborgenes aus dem Stadtarchiv" (160 Seiten, 29,95 Euro).

Am Montag 19 Uhr wird das Buch und die dazugehörige Sonderausstellung im Stadtarchiv (läuft bis März) eröffnet, Eintritt frei.

1983 machte Neumann diese Aufnahme auf dem Blauen Wunder.
1983 machte Neumann diese Aufnahme auf dem Blauen Wunder.  © Thomas Türpe
Viele Dresdner werden sich noch an die „Schillergarten Lichtspiele“ erinnern.
Viele Dresdner werden sich noch an die „Schillergarten Lichtspiele“ erinnern.  © Thomas Türpe

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