Tempo 100 auf der Autobahn: Sachsen zieht die Bremse!

Auf der A4 im Raum Dresden gilt ab Frühjahr Tempo 100 - im Rahmen eines Verkehrsversuches.
Auf der A4 im Raum Dresden gilt ab Frühjahr Tempo 100 - im Rahmen eines Verkehrsversuches.  © Steffen Füssel

Dresden - Das Verkehrsministerium greift durch: Auf der A4 zwischen den Dreiecken Dresden-Nord und Dresden-West soll ab Frühjahr Tempo 100 gelten. Grund für diesen neuen Modellversuch ist der dichte Verkehr.

Jener Bereich weist das höchste Verkehrsaufkommen auf den sächsischen Bundesautobahnen, mit einem ständig steigenden Schwerlastanteil, auf, so das Haus von Verkehrsminister Martin Dulig (43, SPD).

"Ein Anstieg der Unfallzahlen ist über die Jahre in beiden Fahrtrichtungen zu verzeichnen", so ein Sprecher. Demnach wies die Zählstelle Dresden-Nord im Jahr 2016 eine durchschnittliche Verkehrsdichte von 97.207 Fahrzeugen pro 24 Stunden auf.

Ein Jahr später waren es 100.128 Fahrzeuge.

Für mehr Sicherheit soll jetzt im Rahmen des Verkehrsversuchs die Geschwindigkeit auf Tempo 100 begrenzt werden. So soll festgestellt werden, ob das Tempolimit zu weniger Spurwechseln und flüssigerem Verkehr führt - und damit auch zu weniger Unfällen. "Erste auswertbare Ergebnisse aus dem Verkehrsversuch sind frühestens in einem Jahr zu erwarten", so der Sprecher.

Bis Ende 2020 kann der Versuch laufen. Derzeit zeigen elektronische Tafeln auf diesem Abschnitt bei Bedarf Tempo 100 an. Richtung Chemnitz gilt bislang maximal Tempo 120, Richtung Görlitz 130.

Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (43, SPD). Sein Haus greift jetzt auf der A4 durch.
Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (43, SPD). Sein Haus greift jetzt auf der A4 durch.  © Thomas Türpe

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