Er chauffierte Autodiebe durch die Gegend, jetzt parkt er vor Gericht





Jakub K. (23) ist einschlägig vorbestraft. Jetzt hockt der Autodieb wieder 
vor Gericht.
Jakub K. (23) ist einschlägig vorbestraft. Jetzt hockt der Autodieb wieder vor Gericht.  © Ove Landgraf

Dresden - Die Caddy-Bande hielt die Lausitz in Atem. Im Frühjahr verschwanden rund um Bautzen 20 VW-Fahrzeuge. Zumindest der mutmaßliche Fahrer der Gang steht nun in Dresden vor Gericht.

Koch Jakub K. (23) gestand, für einen Alia M. nach Decin gefahren zu sein. „Er hat mich immer überredet. Ich wollte eigentlich nie“, so der einschlägig Vorbestrafte, dem 13 Taten vorgeworfen werden. In Herrnhut, Großschönau, Oybin und Zittau verschwanden in Jakubs Beisein Autos. „Ich fuhr Alia hin, setzte ihn ab, fuhr nach Hause“, so der Angeklagte.

Als das Duo auch in Bad Schandau aktiv war, wurden die Männer sogar kontrolliert. „Danach wollte ich vor Angst heim. Aber Alia wollte nicht ohne ein ’neues’ Auto zurück.“ Prompt verschwand auch dort ein Caddy.

Anfang April fuhr Jakub seinen Bekannten wieder Richtung Bautzen. In dieser Nacht wurde ein Caddy fürs spätere Abholen bereitgestellt. In einen zweiten wuchteten die Männer eine Yamaha („Die Maschine gefiel ihm“). Beim dritten Caddy schlug der Diebstahl fehl.

Auf der Autobahn lieferten sich die Täter mit der Polizei eine Verfolgungsjagd. Jakub wurde gebremst - im Golf fand sich die ausgebaute Sitzbank des Caddys mit der Yamaha. Den geklauten Caddy samt Motorrad ließ Alia in Sohland stehen, floh unerkannt nach Tschechien. Der Prozess wird fortgesetzt.

Über 20 solcher Caddys verschwanden in der Lausitz in diesem Jahr.
Über 20 solcher Caddys verschwanden in der Lausitz in diesem Jahr.

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