Hat er das angerichtet? Koch Sebastian als Automatensprenger vor Gericht

Dresden - Ein lauter Knall riss im Juni 2018 nachts die Anwohner am Leutewitzer Ring aus dem Schlaf. Mit Böllern war ein Zigarettenautomat in die Luft gejagt worden.

Vom Automaten an der Löwenhainer Straße blieb nach der Sprengung im Oktober 2018 nicht mehr viel übrig.
Vom Automaten an der Löwenhainer Straße blieb nach der Sprengung im Oktober 2018 nicht mehr viel übrig.  © Steffen Füssel

Laut Anklage sprengte Sebastian L. (40) das Gerät. Im Prozess am Dresdner Amtsgericht weist der Koch alle Vorwürfe von sich.

Denn auch für den durch Pyro demolierten Automaten an der Löwenhainer Straße im Oktober 2018 soll er verantwortlich sein.

Die Detonation war seinerzeit so gewaltig, dass Teile des Gerätes über 18 Meter weit geschleudert wurden. Ein Wunder, dass niemand zu Schaden kam.

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"Ich weiß ja gar nicht, wo die Straße ist", sagte der justizbekannte Mann, der derzeit mal wieder wegen diverser Taten über Jahre absitzt. "Und der Automat am Leutewitzer Ring war schon gesprengt, als ich dort vorbeikam", so Sebastian. "Ich habe die Schachteln nur aufgesammelt."

Als der Drogenabhängige später versuchte, die abgesenkten Schachteln f6 und Players zu verkaufen, gab es Knatsch, was die Polizei auf den Plan rief. Urteil folgt.

Zumindest den Automaten an der Löwenhainer Straße soll Sebastian mit seiner damaligen Flamme Beatrice L. (40) zur Explosion gebracht haben. Sie ist untergetaucht, gegen die Kellnerin soll später verhandelt werden.

Sebastian L. (40) landet immer wieder vor Gericht. Er kassierte sogar schon in Österreich mehr als sechs Jahre Haft wegen Raubes. Derzeit ist der Drogenkonsument in einer Entzugsanstalt untergebracht.
Sebastian L. (40) landet immer wieder vor Gericht. Er kassierte sogar schon in Österreich mehr als sechs Jahre Haft wegen Raubes. Derzeit ist der Drogenkonsument in einer Entzugsanstalt untergebracht.  © Peter Schulze

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