Badehose verboten? Verwirrende Kleiderordnung in sächsischem Freibad

Diese Info-Tafel sorgt im Pirnaer Freibad für Verwirrung.
Diese Info-Tafel sorgt im Pirnaer Freibad für Verwirrung.  © privat, Daniel Förster

Pirna - Die männlichen Besucher des Geibeltbads sind verunsichert. Besonders, wenn sie mit knielanger Badeshorts angerückt sind. Denn scheinbar weist ein Schild auf einen neuen Dress-Code hin, der das Tragen eben dieser Bermudas untersagt.

Was soll die durchgestrichene kurze Hose bedeuten? Einige Badegäste sind verwirrt, schickten das Foto an MOPO24. 

Um die dubiose Kleiderordnung zu verstehen, muss man die genaue Beschreibung lesen: Denn es geht hier nicht um Beinlänge, sondern um den Stoff. Aha! 

Mit der durchgestrichenen Zeichnung ist nämlich keine Badehose, sondern eine Bermudashorts aus Baumwolle für den Alltag gemeint. 

Burkinis erlaubt, Badeshorts verboten?
Burkinis erlaubt, Badeshorts verboten?

Die würde nämlich die ganzen Filtersysteme verfusseln, sich zu stark vollsaugen, zu viel Wasser aus dem Becken tragen und letztendlich durch das Abtropfen die Rutschgefahr erhöhen. 

Denn beim Baden kommt es auf das Material an. Die Schwimmbekleidung sollte aus Kunststoff sein. 

Das gilt auch für den Burkini. Wer mit dem Baden gehen will, ist übrigens willkommen. In Pirnaer Schwimmbad hält man nichts vom Verschleierungsverbot. 

Wer von diesem Badeoutfit noch nichts gehört hat, wird aufgeklärt: "Geeignete Badebekleidung für muslimische Frauen ist ein "Burkini"", heißt es auf der Schautafel.

Die Burka muss dem kühlen Nass aber fern bleiben. Für sie gilt seit Anfang diesen Jahres das Gleiche, wie für die Bermudashorts. Siehe oben: Der lange Stoff würde viel zu viel Wasser aus dem Becken abtragen, "was mit zusätzlichen Kosten wieder aufgefüllt werden muss."

Aufklärung gibt das "Kleingedruckte": Lediglich Alltagskleidung, wie Bermudashorts sind verboten.
Aufklärung gibt das "Kleingedruckte": Lediglich Alltagskleidung, wie Bermudashorts sind verboten.  © privat, Daniel Förster