Hacker legen Anzeigetafeln am Bahnhof Neustadt lahm

Auch die Anzeigetafeln am Bahnhof Dresden-Neustadt sind von der Hacker-Attacke betroffen.
Auch die Anzeigetafeln am Bahnhof Dresden-Neustadt sind von der Hacker-Attacke betroffen.  © Stefan Ulmen

Dresden - Ein Hacker-Angriff hat in den vergangenen Stunden den Globus heimgesucht. Betroffen davon sollen vor allem die Computer-Systeme von Krankenhäusern und Bahnhöfen in Europa sein. Die Auswirkungen des Virus sind auch am Bahnhof Dresden-Neustadt sichtbar.

Medien wie der Deutschlandfunk oder die Bild-Zeitung hatten darüber berichtet, dass durch den Trojaner zahlreiche Anzeigetafeln größerer deutscher Bahnhöfe wie der Frankfurter Hauptbahnhof oder der Leipziger Hauptbahnhof lahmgelegt worden sein sollen. Und auch am Bahnhof Dresden-Neustadt sehen die Besucher statt den nächsten Zugverbindungen nur einen blauen Monitor, der auf einen Computer-Virus hinweist.

Reisende müssen sich also vom Bahnhof-Personal zu den Verbindungen informieren lassen oder die Aushänge nutzen. Der Zugverkehr ist von den Hacker-Attacken bisher nicht beeinträchtigt worden.

Auch die Deutsche Bahn berichtet inzwischen von Hacker-Attacken. Ein Kartenausschnitt zeigt, dass zahlreiche Bahnhofe in den neuen Bundesländern vom Virus getroffen worden sein sollen. Dort informiert das Unternehmen, dass es deswegen auch zu Ausfällen kommen kann.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät den Betroffenen, zur Abwehr den Microsoft-Patch vom 14. März (MS17-010) einzuspielen. Gleichzeitig gab die Behörde bekannt, dass Regierungsnetze durch die sogenannte "Ransomware" nicht betroffen seien.

Die Anzeigetafel am Bahnhof Neustadt war versperrt mit einem roten Fenster.
Die Anzeigetafel am Bahnhof Neustadt war versperrt mit einem roten Fenster.  © Martin Wiesner

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