Sensation! Neue Plattform lässt uns über der Bastei schweben

Der Nebel um die Zukunft der weltberühmten Aussicht auf dem Bastei-Felsen lichtet sich: Über die gesperrte Plattform wird ein Schwebe-Steg gebaut.
Der Nebel um die Zukunft der weltberühmten Aussicht auf dem Bastei-Felsen lichtet sich: Über die gesperrte Plattform wird ein Schwebe-Steg gebaut.  © Eric Münch

Dresden - Wegen Bröckel-Gefahr ist der vordere Teil des Bastei-Felsens seit anderthalb Jahren gesperrt. Damit der weltberühmte Ausblick nicht für immer verloren geht, hat der Freistaat jetzt einen Rettungsplan gemeißelt: Eine schwebende 70-Tonnen-Plattform für die Besucher!

Über dem porösen Sandsteinfelsen soll ein "schwebender" Steg errichtet werden. Dieser ist insgesamt 20 Meter lang, schwebt über eine Länge von etwa acht Metern über dem Bröckel-Felsen. Zwölf Meter (61 Prozent) des Steges liegen auf dem hinteren und festen Felsen auf.

Diese "Wippe" wiegt 70 Tonnen. Damit sie nicht abbricht, kommt im schwebenden Teil moderner Textilbeton zum Einsatz. Der ist leichter als normaler Beton. "So ist das Gewicht im hinteren aufliegenden Teil viel größer", erklärt Finanzminister Georg Unland (63, CDU). "Besucher werden sicher sein".

Der Schwebe-Steg soll frühestens in zwei Jahren begehbar sein. Im Dezember werden Steinschlag-Schutzzäune errichtet.

Danach können Geländer, Bodenplatten und Brücke zurück gebaut werden.

Finanzminister Georg Unland (63, CDU, re.) und seine Mitarbeiter erklärten gestern, wie sie die berühmte Bastei-Aussicht retten wollen.
Finanzminister Georg Unland (63, CDU, re.) und seine Mitarbeiter erklärten gestern, wie sie die berühmte Bastei-Aussicht retten wollen.  © Eric Münch

Dann wird der Felsen gegen eindringendes Wasser abgedichtet, um die künftigen Schäden durch die Witterung zu begrenzen. Als letztes soll dann der Schwebe-Steg gebaut werden.

Das Bauprojekt schone die Natur im Landschaftsschutzgebiet, so Unland. Der Schwebe-Steg muss aber noch von der Aufsichtsbehörde genehmigt werden.

Auch wer die Kosten von rund einer Million Euro trägt, muss noch geklärt werden. Fest steht nur: Ein Drehkreuz oder Eintritt für Besucher wird es auch auf dem Schwebe-Steg nicht geben.

Klaus Brähmig (60) lobte als Chef des Tourismusverbandes die Rettung der Aussicht.

Mit jährlich rund 1,5 Millionen Besuchern gehöre die Bastei zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Sächsischen Schweiz.

Über die Jahrhunderte hat Witterung und eindringendes Wasser dem Felsen zugesetzt, ihn porös gemacht.
Über die Jahrhunderte hat Witterung und eindringendes Wasser dem Felsen zugesetzt, ihn porös gemacht.  © Daniel Förster
Der geplante Schwebe-Steg ist 20 Meter lang: Knapp acht Meter schweben bis zu 60 Zentimeter über dem porösen Bastei-Felsen. Visualisierung: Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.
Der geplante Schwebe-Steg ist 20 Meter lang: Knapp acht Meter schweben bis zu 60 Zentimeter über dem porösen Bastei-Felsen. Visualisierung: Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.  © Finanzministerium

Titelfoto: Eric Münch


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