Neuer Ärger ums Gorbitzer "Bauarbeiter"-Denkmal

Dresden - Verklärt die in Gorbitz geplante Wiederaufstellung der sozialistischen Plastik „Bauarbeiter“ die DDR-Zeit? Die CDU spricht jetzt von "Geschichtsrevisionismus" und wehrt sich gegen den Plan.

Laut Ratsbeschluss kommen die "Bauarbeiter" zurück auf den Amalie-Dietrich-Platz.
Laut Ratsbeschluss kommen die "Bauarbeiter" zurück auf den Amalie-Dietrich-Platz.  © Petra Hornig

Hintergrund: Die Skulptur "Bauarbeiter" von Miroslaw Klimes (1947-2006) sollte nach der Wende eigentlich zerstört werden.

Der Künstler beugte sich dem politischen Mehrheitsbeschluss und willigte sogar in die Zerstörung ein.

Das Kunstwerk wurde jedoch nie zertrümmert, sondern von Unbekannten an einem lange Zeit geheimen Ort versteckt.

Eine Mehrheit im Kulturausschuss stimmte Anfang November für eine Wiederaufstellung. Das will CDU-Rat Gottfried Ecke (69) nicht einfach hinnehmen.

"Laut Kulturverwaltung wurde die Plastik aufgrund ihrer fragwürdigen ideologisch-künstlerischen Aussage auf Wunsch der Gorbitzer entfernt", so Stadtrat Ecke.

Sie jetzt wieder aufzustellen, sei "Geschichtsrevisionismus in linksideologischer Manier".

Mathias Körner (40, SPD) initiierte die Wiederaufstellung des Denkmals
Mathias Körner (40, SPD) initiierte die Wiederaufstellung des Denkmals  © Petra Hornig
Kämpft gegen den aus seiner Sicht "Geschichtsrevisionismus": Stadtrat Gottfried Ecke (69)
Kämpft gegen den aus seiner Sicht "Geschichtsrevisionismus": Stadtrat Gottfried Ecke (69)  © Steffen Füssel

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