Bauboom in Dresden: Viele Gärten müssen weichen

Stadtverband-Chef Frank Hoffmann (57).
Stadtverband-Chef Frank Hoffmann (57).  © Steffen Füssel

Dresden - Dresden wächst und wächst und wächst. Doch Baugrundstücke sind rar. Das merken jetzt sogar die Kleingartenvereine. Gleich mehrere sind ganz oder teilweise bedroht, weil auf den Flächen gebaut werden soll.

In den letzten vier Jahren gingen 53 Parzellen in sechs Kleingartenanlagen verloren, weil die Eigentümer auf den Flächen ein bestehendes Baurecht umsetzen wollen. Das ergab jetzt eine Anfrage von CDU-Stadtrat Dietmar Haßler (62).

Doch das Problem geht weiter. Ende letzten Jahres wurden zwei weitere Teilflächen in Vereinen an Bauherren übergeben. In wenigen Wochen folgen Teilflächen im Verein Drescherhäuser.

Frank Hoffmann (57), Geschäftsführer im Stadtverband Dresdner Gartenfreunde: "Wir merken, dass die Begehrlichkeiten wachsen. Eigentümer wollen vermehrt bestehendes Baurecht durchsetzen." Bis 2022 müssen dafür Entschädigungen gezahlt werden.

Mehr noch: Drei weitere Vereine (Wilder Mann, Müntzteichweg, Felsenkeller) bangen. Dort gibt es Bestrebungen privater Eigentümer, Baurecht zu schaffen. "Doch dafür müssen Bebauungspläne aufgestellt werden. Wir glauben, dass der Stadtrat dem nicht zustimmen wird", so Hoffmann weiter.

Insgesamt 500 Parzellen müssen schrittweise dem Hochwasserschutz weichen, 130 davon sind bereits weg. Stadt und Kleingartenverband setzen hier auf Freiwilligkeit, Entschädigungen und Ausgleichsflächen.

Die Kleingärten an der Pfotenhauerstraße sind mittlerweile weg, sie mussten einem Parkhaus weichen.
Die Kleingärten an der Pfotenhauerstraße sind mittlerweile weg, sie mussten einem Parkhaus weichen.  © Steffen Füssel

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