Zu trocken! Gesunde Bäume werfen ihre Äste in Sachsen ab

Dresden/Chemnitz - Bange Blicke nach oben: Immer öfter trocknen einzelne Äste aus und krachen zu Boden - selbst bei augenscheinlich gesunden Bäumen.

Schon im letzten Jahr half die Feuerwehr beim Gießen. Längst haben die Bäume wieder Durst.
Schon im letzten Jahr half die Feuerwehr beim Gießen. Längst haben die Bäume wieder Durst.  © Holm Helis

Deshalb sind in Sachsens Städten derzeit verstärkt die Baumkontrolleure unterwegs, um tote oder absterbende Äste zu erkennen und zu entschärfen. Um Bäume zu retten, rufen Bürgermeister landesweit zum Gießen auf.

Nicht nur im Wald sterben die Bäume (TAG24 berichtete) - auch in den Städten sind Straßen-, Allee- und Parkbäume betroffen.

Zunächst rollen sich die Blätter ein und werden braun. Irgendwann gibt es einen Knacks und der Ast bricht - ganz ohne Unwetter-Ereignis. Das Phänomen nennt sich Sommerbruch.

In Delitzsch und Oschatz waren bereits Kettensägen-Kommandos unterwegs. Die Stadt Bautzen ruft ihre Bürger auf, bei Spaziergängen auf trockene Äste zu achten und diese zu melden. Besonders Spielplätze und Parks an Kitas werden penibel untersucht.

Um das gefährdete Stadtgrün durch die Dürre zu bringen, schicken die Bürgermeister die Feuerwehren oder den Bauhof zum Gießen.

Auch die Bürger werden um Hilfe gebeten - etwa in Chemnitz, Leipzig oder Zwickau.

Neun bis 14 Liter Wasser benötige ein Baum pro Tag. Der Hilfseinsatz sollte bestenfalls in den Morgenstunden oder kurz vor Sonnenuntergang erfolgen.

Oje, ein trauriges Bild an der Dresdner Glacisstraße: Hoffentlich kommt diese Birke durch den Sommer.
Oje, ein trauriges Bild an der Dresdner Glacisstraße: Hoffentlich kommt diese Birke durch den Sommer.  © Amac Garbe

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