Hier entsteht Dresdens neue Mega-Arena!

Von Dirk Hein

Dresden - Dresden bekommt eine neue Event-Halle. Für 15 Millionen Euro entsteht momentan an der Ecke Magdeburger Straße/Weißeritzstraße das Schmuckstück "Elbflorenz-Arena". Neben hochklassigem Sport (Handball, Basketball) sollen auch Konzerte regelmäßig die Halle direkt gegenüber der Yenidze füllen.

"Im Bereich Konzerte wollen wir eine Alternative zum ehemaligen Kulturpalast werden. Die Nachfrage der Veranstalter ist bereits jetzt enorm", sagt Frank Lösche (49), Geschäftsführer der Betreibergesellschaft.

Mit einer Besucherkapazität zwischen 2.000 und 3.000 Plätzen würde die Arena perfekt die Nische zwischen Altem Schlachthof (2.000 Plätze) und Messe (bis zu 10.000 Plätze) schließen. Im einstigen Kulti hatten bis zu 2.700 Gäste Platz.

An der Yenidze wird eine Event-Halle für Sportveranstaltungen und Konzerte gebaut.
An der Yenidze wird eine Event-Halle für Sportveranstaltungen und Konzerte gebaut.

Die Arena soll aber weit mehr können als nur Konzerte.

Die neue Halle soll das Wohnzimmer des ambitionierten Handball-Drittligisten HC Elbflorenz werden, aber auch die Basketballer der Dresden Titans wollen einziehen. Zudem sollen eine bundesligataugliche Kegelanlage, fünf Squash-Courts, Saunabereich und Gastronomie eingebaut werden.

Finanziert wird das Projekt von Uwe Saegeling (49), Chef der Saegeling Medizintechnik, der zugleich Hauptsponsor und Präsident des Handballclubs ist. Und der kann mittlerweile stolz verkünden:

"Wir haben die Baugenehmigung erhalten, die Bäume sind gefällt. Das Holz haben wir gegen eine Spende für einen Frühchen-Transportinkubator an Dresdner verkauft. Aktuell wird bereits die Baugrube ausgehoben."

Spätestens zum Beginn der Liga-Rückrunde 2016/17 soll alles fertig sein.

Der endgültige Name der Halle ist übrigens noch unklar. Der Arbeitstitel "Elbflorenz-Arena" soll verkauft werden - ein Sponsor könnte die Spielstätte nach Belieben benennen.

Neben der Halle wird es 178 Parkplätze geben.

Frank Lösche (l.) und Uwe Saegeling am Modell der neuen Sporthalle.
Frank Lösche (l.) und Uwe Saegeling am Modell der neuen Sporthalle.

Konkurrenz für den Kulti

Was haben Patrick Lindner, Cindy aus Marzahn und das Brückenmännchen gemeinsam? Alle drei sorgten für ausverkaufte Ränge im alten Kulturpalast.

Der war 42 Jahre lang einer der wichtigsten Orte für Konzerte in der Landeshauptstadt.

Ab 2008 wurde dann darüber gestritten, ob dies auch im sanierten Kulti der Fall sein sollte. Am Ende entschied sich der Stadtrat für einen Konzertsaal von Weltrang und gegen die leichte Muse. Die muss seither sehen, wo sie in Dresden noch aufspielen kann.

Größere Konzerte (bis zu 10.000 Besucher) finden in der Messe statt, bis zu 2000 Gäste passen in den Alten Schlachthof.

Fotos: Ove Landgraf (2), Lutz Hentschel (1)


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