Autorennen: So will Sachsens Justizminister Raser endlich ausbremsen

Minister Sebastian Gemkow (39, CDU).
Minister Sebastian Gemkow (39, CDU).  © dpa/Arno Burgi

Dresden/Berlin - Sie sind laut. Sie sind schnell. Sie sind lebensgefährlich. Immer wieder verbreiten illegale Autorennen Angst und Schrecken in den Regionen. Damit ist nun Schluss. Am Freitag befasst sich der Bundesrat mit dem Thema - und Sachsen will dort eine besonders klare Haltung demonstrieren.

„Illegale Autorennen und rücksichtslose Raser gefährden die Sicherheit auf unseren Straßen“, sagt Justizminister Sebastian Gemkow (39, CDU). „Es kann nicht angehen, dass es immer erst Unfälle oder gar Tote und Verletzte geben muss, damit kriminelle Raser aus dem Verkehr gezogen werden können.“

Hintergrund der Debatte im Rat: Der Bundestag hat im Juni das „Gesetz zur Ahndung illegaler Straßenrennen“ verabschiedet.

Danach gilt die Raserei künftig als Straftat – nicht mehr nur als Ordnungswidrigkeit (mit maximal 400 Euro). Nun drohen bis zu zehn Jahre Haft und der Verlust von Fahrerlaubnis und Auto. Schon der Versuch wird unter Strafe gestellt, auch wenn es nur der Aufruf im Web ist, also das Organisieren!

Im Strafgesetzbuch wird der Straftatbestand der „Veranstaltung von und der Teilnahme an verbotenen Straßenrennen“ eingeführt. In der Regel soll eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe gelten.

Bis zu fünf Jahre gibt‘s, wenn Raser Leib und Leben oder auch bloß Sachen gefährden. Wer bei einem solchen Rennen tötet, schwer verletzt oder eine größere Anzahl von Menschen verletzt, soll bis zu zehn Jahre bekommen können.


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