Jamaika gescheitert: Gemischte Reaktionen aus Sachsen

Auch wenn die GroKo in Sachsen funktioniert. Zu Berlin haben Martin Dulig (43, SPD, l.) und Stanislaw Tillich (58, CDU) andere Ansichten.
Auch wenn die GroKo in Sachsen funktioniert. Zu Berlin haben Martin Dulig (43, SPD, l.) und Stanislaw Tillich (58, CDU) andere Ansichten.  © Monika Skolimowska/dpa

Dresden/Berlin - Das Scheitern der Jamaika-Sondierungsverhandlungen auf Bundesebene führt zu höchst differenzierten Bewertungen in der sächsischen Politik.

Während sich MP Stanislaw Tillich (58, CDU) nüchtern gab und Verständnis für den Ausgang äußerte, wählte sein Vize, SPD Landes-Chef Martin Dulig (43, SPD), deutliche Worte. Die Landes-FDP wiederum hält die Berliner Entscheidung für "konsequent".

Die Erkennbarkeit einer Partei für den Wähler müsse auch künftig erhalten bleiben, so Tillich. Koalitionen dürften nicht dazu führen, dass es zu einer Verwischung der Positionen komme.

Dulig hingegen kritisierte Bundeskanzlerin Angela Merkel (63, CDU): Sie sei abgetaucht und habe es nicht geschafft, eine stabile Mehrheit zu organisieren und Verantwortung in der Sondierung zu übernehmen.

Zugleich erteilte er der ersatzweisen Neuauflage der GroKo eine Absage. Die SPD sei keine "Kasko-Versicherung" von vier Parteien, die keine Einigung erzielt hätten.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa


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