Kampf gegen Mindestlohn-Sünder: Razzia in Dresden!

Dresden - Mit rund 6000 Fahndern hat der deutsche Zoll am Dienstag die erste bundesweite Mindestlohnkontrolle gestartet.

Flächendeckend sind die Zollbeamten seit dem gestrigen Dienstag insgesamt zwei Tage lang zur Mindestlohn-Razzia in kleinen Teams unterwegs.
Flächendeckend sind die Zollbeamten seit dem gestrigen Dienstag insgesamt zwei Tage lang zur Mindestlohn-Razzia in kleinen Teams unterwegs.  © Tino Plunert

Allein 100 Beamte sind bis zum heutigen Mittwoch in den Bezirken Dresden und Leipzig unterwegs. In Dresden kontrollierte am gestrigen Dienstag ein Team sämtliche Händler auf dem Wochenamarkt am Schillerplatz in Blasewitz sowie in der Prager Straße.

"Wir haben zuerst einmal alle Daten aufgenommen", so Zoll-Sprecherin Heike Wilsdorf. Mitarbeiter werden befragt, Gehaltslisten abgeglichen. Wenn sich anhand dessen ein Verdacht erhärtet, können Durchsuchungen angeordnet werden. Im Fokus stehen neben Einzelhändlern auch das Gastronomie- und Hotelgewerbe sowie Logistik- und Transportunternehmen.

"Wir wissen, dass es schwarze Schafe gibt." Das Problem: Der Mindestlohn ist zwar bei derzeit 8,84 Euro/Stunde gesetzlich festgelegt, doch wird bei der Dokumentation der Zeiten getrickst. Kurzum: Viele Arbeitnehmer arbeiten mehr.

Als Beifang der flächendeckenden Razzia zählt zudem die Aufdeckung von Schwarzarbeit. Erste Ergebnisse werden für Montag erwartet.

Am gestrigen Dienstag besuchten die Zöllner auch die Händler auf dem Wochenmarkt am Schillerplatz in Blasewitz.
Am gestrigen Dienstag besuchten die Zöllner auch die Händler auf dem Wochenmarkt am Schillerplatz in Blasewitz.  © Petra Hornig

Titelfoto: Tino Plunert


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