Blaues Wunder bekommt neuen Fußweg, doch es gibt ein anderes Problem

Dresden - Für 27 Millionen Euro soll das Blaue Wunder so aufgepäppelt werden, das die Loschwitzer Brücke noch viele Jahre sicher benutzt werden kann.

Am Blauen Wunder ermöglichen teilweise komplett verhüllte Gerüste die aufwendigen Bauarbeiten.
Am Blauen Wunder ermöglichen teilweise komplett verhüllte Gerüste die aufwendigen Bauarbeiten.  © Eric Münch

Die gute Nachricht: Der erste Abschnitt, ein neuer Fußweg samt Geländer, wird Ende des Jahres fertig. Die schlechte: Für den Rest ist kein Geld da...

Der vorhandene Asphalt auf dem Gehweg wurde bereits abgetragen und abtransportiert. Der neue Belag wird in zwei Abschnitten im August und September aufgetragen.

Ein Hängegerüst mit doppelt verschweißter Plane umschließt die Gehbahn so lange, wie alte und kontaminierte Farbschichten abgestrahlt werden. Ein Teil des Geländers hat bereits seine neue Farbe erhalten, am Rest wird aktuell der alte Anstrich abgestrahlt.

Bis Weihnachten soll alles fertig sein. Die 1,6 Millionen Euro zahlt die Stadt komplett selbst. Und das ist ein Problem: Eigentlich rechnete das Rathaus beim ersten und bei allen weiteren Bauabschnitten mit 90 Prozent Förderung durch den Freistaat.

Doch der hat aktuell keinen Cent dazugegeben und bereits signalisiert, dass auch im nächsten Jahr nix gezahlt wird.

Die weitere Sanierung der Brücke, 2020 sollte ein neuer Korrosionsschutz folgen, ist damit aktuell nicht abgesichert. Wie es weitergeht, ist unklar. Stadt und Freistaat sind im Gespräch. Eine Brückensperrung steht akut nicht zur Diskussion.

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (43, Grüne) und der Brücken-Chef im Rathaus, Andreas Gruner, (35, r.), zeigen die neue Brückenfarbe.
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (43, Grüne) und der Brücken-Chef im Rathaus, Andreas Gruner, (35, r.), zeigen die neue Brückenfarbe.  © Eric Münch
Auch auf der Brücke wurde der neue Anstrich bereits getestet.
Auch auf der Brücke wurde der neue Anstrich bereits getestet.  © Eric Münch

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