So sieht es in der "Unterwelt" der Sophienkirche aus

Gerhard Glaser (79) zeigt den unterirdischen Raum der Gedenkstätte Busmannkapelle.
Gerhard Glaser (79) zeigt den unterirdischen Raum der Gedenkstätte Busmannkapelle.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Dresden bekommt seine alte Sophienkirche wieder - wenigstens ein Stückchen davon. Neben dem ehemaligen Advanta-Riegel (beim Zwinger) entstand in den letzten Jahren ein Nachbau der Busmannkapelle - inklusive moderner „Gruft“.

MOPO24 durfte einen Blick in die Unterwelt werden.

Eine eiserne Wendeltreppe schraubt sich 20 Stufen in die Tiefe, führt in den Raum der Stille. An Sichtbeton-Wänden hängen Grabplatten von Adel, Bürgermeistern und Prominenz aus dem 17. Jahrhundert. Sie lagen einst in den Gruften der Sophienkirche, die im Zweiten Weltkrieg ausbrannte und zu DDR-Zeiten 1963 mutwillig per Stadtratsbeschluss abgerissen wurde.

Jetzt soll die Gedenkstätte zum mehrdeutigen Mahnmal werden. „Hier erinnern wir auch an die Auswirkungen zweier Diktaturen“, sagt Gerhard Glaser (79), ehemaliger sächsischer Landeskonservator, der seit Jahrzehnten für die Busmannkapelle kämpft. Ab 2017 soll die Gedenkstätte von Ostern bis November geöffnet sein.

Foto: Steffen Füssel


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0