Im Zeichen des Friedens: So gedenkt Dresden der Bombennacht

Das Demo-Geschehen rund um den Gedenktag: Insgesamt 19 Aufzüge, Kundgebungen oder Versammlungen sind vom 10. Februar (Sonnabend) bis zum 17. Februar angemeldet, davon sieben am 13. Februar (Dienstag).
Das Demo-Geschehen rund um den Gedenktag: Insgesamt 19 Aufzüge, Kundgebungen oder Versammlungen sind vom 10. Februar (Sonnabend) bis zum 17. Februar angemeldet, davon sieben am 13. Februar (Dienstag).  © Holm Helis

Dresden - Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft und Polizei bereiten sich auf den nahenden 13. Februar vor. Mit zahlreichen Veranstaltungen soll am Jahrestag der Zerstörung Dresdens allen Opfern des Krieges und Nationalsozialismus gedacht werden. Stadtoberhaupt Dirk Hilbert (46, FDP) lädt zur Menschenkette ein und erklärt mit klaren Worten, warum das Erinnern so wichtig ist.

Das diesjährige Gedenken am 13. Februar (nächsten Dienstag) soll im Zeichen der "Friedfertigkeit" stehen. "Dieser schicksalhafte Tag ist ein Brandzeichen in der Geschichte unserer Stadt. Generationen hat dieses Ereignis geprägt und wird es weiter tun. Jede Generation muss sich neu damit auseinandersetzen und dieses Erinnern in die Zukunft tragen", sagte OB Hilbert gestern.

"So wie wir unsere Erinnerungskultur in Dresden gestalten wollen, heißt das eine klare Positionierung für eine offene Gesellschaft, für Demokratie, Respekt, Vielfalt, Internationalität und Frieden."

Erinnern als Verpflichtung für die Zukunft: OB Dirk Hilbert (46, FDP) setzt sich für eine offene und friedliche Gesellschaft ein.
Erinnern als Verpflichtung für die Zukunft: OB Dirk Hilbert (46, FDP) setzt sich für eine offene und friedliche Gesellschaft ein.  © xcitepress

Gemeinsam rufen Stadt und Vertreter von Kirchen, Politik, Kultur, Vereinen dazu auf, sich 18 Uhr zum Glockengeläut in der Menschenkette die Hand zu reichen: "Wir wenden uns gegen jede Anwendung von Gewalt und fordern zur Versöhnung auf", so die Erklärung auch mit Blick auf hier lebende Menschen unterschiedlichster Herkunft.

Neben weiteren Gedenk-Veranstaltungen auf den Friedhöfen und Frauenkirche (Kerzen und weiße Rosen liegen für eine kleine Spende bereit) wurden insgesamt 19 Demonstrationen aus allen politischen Spektren rund um den 13. Februar angemeldet.

Auf dem Mahngang Täterspuren (10. Februar) werden 2000 Teilnehmer erwartet, die rechten "Wellenlängen" wollen sich am Gedenktag in der Altstadt treffen. Dem sieht die Polizei "relativ entspannt entgegen", geht von einem friedlichen Verlauf aus.


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