Baugrundstück gefunden! Jetzt kommt das neue Dresdner Bosch-Werk

An der Knappsdorfer Straße im Gewerbegebiet Airportpark in Klotzsche laufen bereits die Bauvorbereitungen.
An der Knappsdorfer Straße im Gewerbegebiet Airportpark in Klotzsche laufen bereits die Bauvorbereitungen.  © Thomas Türpe

Dresden - Es ist mit einer Milliarde Euro die größte Investition der Firmengeschichte: Technologie-Gigant Bosch baut eine riesige Chip-Fabrik in Dresden (TAG24 berichtete), gab jetzt den Standort bekannt! Das Werk entsteht im Gewerbegebiet Airportpark in Klotzsche - den ersten Spatenstich soll's noch im Frühjahr geben.

"Wir haben ein Baugrundstück für unsere Chip-Fabrik gefunden", teilte Bosch-Sprecher Sven Kahn gestern mit. Das Grundstück an der Knappsdorfer Straße verteilt sich auf mehrere Flurstücke, ist mit rund 100 000 Quadratmetern so groß wie 14 Fußballfelder. "Das neue Halbleiterwerk soll bis zu 700 Mitarbeitern Platz bieten", so Kahn. OB Dirk Hilbert (46, FDP): „Ich freue mich sehr, denn wir haben viel Arbeit in das Projekt gesteckt. Für die Wirtschaftsförderung der Stadt ist das ein großer Erfolg".

Bereits jetzt laufen die Bauvorbereitungen, im Frühjahr soll's los gehen. Das bislang modernste Bosch-Halbleiterwerk soll bis Ende 2019 fertig werden. Zwei Jahre danach soll die Fertigung beginnen. Dabei sollen "für die wachsenden Anwendungen in der Mobilität und im Internet der Dinge Halbleiter auf Basis der 300-Millimeter-Technologie produziert werden", erklärt Kahn. Damit behält Bosch die Produktion der Chips in den eigenen Händen, anders als etwa der US-Konzern "Apple". Bosch ist einer der weltgrößten Anbieter von Sensoren, die Bewegung, Druck oder Temperatur erkennen. Der Konzern entwickelt als Zulieferer auch Technologie für selbstfahrende Fahrzeuge.

Dresden hatte sich gegen Standort-Mitbewerber wie Singapur oder New York durchgesetzt. Den Ausschlag gaben laut Bosch nicht nur für Fördergelder (200 Millionen Euro vom Bund), sondern auch die Nähe zu Forschungseinrichtungen und die Erfahrung der Region im Halbleiterbereich.

Mit Infineon, Globalfoundries und nun Bosch ist "Silicon Saxony" einer der wichtigsten Halbleiterstandorte in Europa.

Ein Blick auf der Werk aus Nordosten: So soll Boschs moderste Halbleiterfabrik schon Ende 2019 aussehen.
Ein Blick auf der Werk aus Nordosten: So soll Boschs moderste Halbleiterfabrik schon Ende 2019 aussehen.  © PR/Bosch
"Großer Erfolg": Dresdens Stadtoberhaupt Dirk Hilbert (46, FDP) freut sich über die Bosch-Ansiedlung.
"Großer Erfolg": Dresdens Stadtoberhaupt Dirk Hilbert (46, FDP) freut sich über die Bosch-Ansiedlung.  © Ove Landgraf

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