Nach Jahrzehnten kehrt Kostbarkeit in Busmann-Kapelle zurück

Dresden - Nach einem Dreivierteljahrhundert kommt sie wieder dahin, wo sie hingehört: Die Figur des "Ecce-Homo-Christus" gibt's bald in der Busmannkapelle zu bestaunen - wenn auch vorerst nur für zwei Tage.

Beim Abtransport der kostbaren 500-Kilo-Skulptur waren Feingefühl und Muskelkraft gleichermaßen gefragt.
Beim Abtransport der kostbaren 500-Kilo-Skulptur waren Feingefühl und Muskelkraft gleichermaßen gefragt.  © Thomas Türpe

Am 12. Februar wird die Figur in der Gedenkstätte Sophienkirche–Busmannkapelle bei einer Feierstunde zu sehen sein. Zelebriert wird dabei die Städtepartnerschaft mit dem englischen Coventry.

Zwei Tage darauf soll die Sandstein-Figur ins Stadtmuseum transportiert, dort zwischengelagert werden. In der Gedenkstätte wird nämlich noch gebaut.

"Wir haben außerdem noch keinen Zugriff auf zugesagte Fördermittel", so Harald Bretschneider (77) vom Gedenkstätten-Förderverein. "Wir hoffen, dass sie im Herbst dauerhaft bei uns unterkommt."

Die Christus-Skulptur stand seit 1834 in der Busmannkapelle der Sophienkirche. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die wertvolle Sandsteinfigur in eine Grabkammer der Frauenkirche umgelagert - zum Schutz vor Bomben.

Nach Kriegsende konnten die meisten der darin untergebrachten Kunstwerke aus den Trümmern geborgen werden - die mannshohe Figur des "Ecce-Homo-Christus" vorerst nicht.

Erst zum Wiederaufbau der Frauenkirche Anfang der Neunziger kam sie zum Vorschein. Im Anschluss war die Kreuzkirche ihr Zuhause.

Mittwoch luden die Logistiker die "Ecce-Homo-Christus"-Figur in einen Laster, brachten sie in ein Depot.
Mittwoch luden die Logistiker die "Ecce-Homo-Christus"-Figur in einen Laster, brachten sie in ein Depot.  © Thomas Türpe
Dieter Zuber vom Förderverein zeigt, an welcher Stelle in der Gedenkstätte die Figur aus Sandstein Mitte Februar stehen wird.
Dieter Zuber vom Förderverein zeigt, an welcher Stelle in der Gedenkstätte die Figur aus Sandstein Mitte Februar stehen wird.  © Thomas Türpe

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