Dresdens Canaletto-Blick in Gefahr

Diesen „Canalettoblick“ malte Bernardo Bellotto (1722-1780) im Jahr 1748.
Diesen „Canalettoblick“ malte Bernardo Bellotto (1722-1780) im Jahr 1748.

Von Dirk Hein

Dresden - Vor sieben Jahren startete das Kunstprojekt mit drei stilisierten Staffeleien an Brühlscher Terrasse, Zwingerteich und Neustädter Elbufer. Zwei sind bereits verschwunden, nun steht auch die letzte vor dem Aus.

Dresdens weltberühmter Canaletto-Blick ist in Gefahr!

Jeder kennt Canalettos Gemälde, das den herrlichen Ausblick auf Hofkirche, Frauenkirche und Augustusbrücke zeigt. Es hängt als Abdruck gerahmt in Tausenden Stuben.

Seit letzter Woche versperrt ein Bauzaun den Zugang zur Staffelei am Elbufer - dort, wo der Künstler einst sein Gemälde zeichnete.

„Die Sondergenehmigung der Stadt ist abgelaufen. Wir haben uns darauf verständigt, dass wir durch die Absperrung etwas Zeit gewinnen. Gelingt der Erhalt nicht, müssen wir abbauen“, sagt Christian Wolf (47), Verwaltungsleiter der Dresdner Volkshochschule.

VHS-Verwaltungsleiter Christian Wolf (47) will die Staffelei zum Canaletto-Blick erhalten.
VHS-Verwaltungsleiter Christian Wolf (47) will die Staffelei zum Canaletto-Blick erhalten.

Die VHS selbst hatte das Projekt initiiert und dafür den „Sächsischen Innovationspreis Weiterbildung“ erhalten. Drei Jahre lang gehörten die Staffeleien zum Stadtbild.

Wolf: „Immer wieder nutzten Touristen den Rahmen als Fotomotiv. Es entstand ein Treffpunkt für Reisegruppen und Stadtführungen.“

Um den Abriss der letzten Staffelei zu verhindern, müssen jetzt 20.000 Euro her.

„Wir wollen den Rahmen neu lackieren. Die Fläche soll gepflastert werden, eine Sitzbank entstehen und Unfallgefahren verschwinden“, so Wolf.

Klappt das, will die Stadt sich um sämtliche Genehmigungen kümmern und eine unbefristete Baugenehmigung erteilen.

Weitere Infos gibt es hier.

Gerade für Touristen sind die Staffeleien ein witziges Fotomotiv - derzeit aber leider eingezäunt.
Gerade für Touristen sind die Staffeleien ein witziges Fotomotiv - derzeit aber leider eingezäunt.

Fotos: Thomas Türpe


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