Arabische Scheichs wollen nicht mehr in Dresden shoppen

Früher haben arabische Familien gerne in Dresden eingekauft. Doch nun bleiben die Touristen aus der Wüste aus.
Früher haben arabische Familien gerne in Dresden eingekauft. Doch nun bleiben die Touristen aus der Wüste aus.

Dresden - Vorbei sind die Zeiten als die Touristen aus den arabischen Golfstaaten zum Shopping nach Dresden kamen. Meist reisten sie aus dem tschechischen Kurort Teplice zum Tages-Shopping-Trip an. Doch dorthin kommen sie nicht mehr.

Meist in Gruppen unterwegs, die Frauen oft verschleiert und mit vielen Einkaufstüten behangen, genossen die Kurpatienten aus Teplice Dresdens Shopping-Paradiese. Nun werden die Gäste aus den arabischen Golfstaaten immer seltener.

„Wir nehmen sie visuell weniger wahr, doch mit Zahlen können wir das nicht belegen“, so Dirk Fittkau, Centermanager der Centrum Galerie. Tatsächlich sind im tschechischen Teplice die Gästezahlen aus den Golfstaaten seit dem letzten Jahr um 20.000 gesunken.

Der Oberbürgermeister Jaroslav Kubera (70) sieht den Grund in der Politik. Gegenüber tschechischen Medien äußerte er: „Die Zuschüsse der Kurgäste sind geringer geworden, es fließt weniger Geld aus dem Erdölgeschäft.“

Das Fehlen der Wüstengäste bekommen auch Dresdens Händler und Hoteliers zu spüren. Gerade bei den Übernachtungen sind die ausbleibenden Reisenden aus den Golfstaaten spürbar.

Die Zahlen sanken im ersten Quartal 2017 besonders stark. Im Vergleich zum Vorjahr um 31,3 Prozent! „Ein Rückgang ist in den letzten zwei Jahren zu beobachten“, bestätigt Karla Kallauch vom Dresden Marketing.

In Dresdens Altmarkt Galerie mit 50.000 Tagesbesuchern tröstet man sich: „Die Gäste aus Russland werden wieder mehr“, so Center-Managerin Nadine Strauß.


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