Nach Angriffen auf Journalisten in Chemnitz: Tatverdächtiger bei PEGIDA festgenommen

Dresden - Nach der Tötung eines 35-Jährigen durch Messerstiche in Chemnitz kam es am Wochenende in Chemnitz zu mehreren Demonstrationen. Vor Ort wurden Journalisten von Demo-Teilnehmern attackiert (TAG24 berichtete). Am Montag schnappte die Polizei einen der Angreifer.

Die Polizei sicherte mehrere Demonstrationen in Chemnitz mit einem Großaufgebot (Bildmontage).
Die Polizei sicherte mehrere Demonstrationen in Chemnitz mit einem Großaufgebot (Bildmontage).  © DPA (Bildmontage)

"Unsere Einsatzkräfte haben aktuell in #Dresden anlässlich der dortigen Pegidademonstration einen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen, der am Samstag in #Chemnitz einen Journalisten angegriffen hat", twitterte die Polizei zu dem Vorfall.

Der Verdächtige ging den Beamten damit ausgerechnet bei der wöchentlichen Demonstration von PEGIDA ins Netz.

Weitere Details teilte die Polizei noch nicht mit.

Unter anderem hatte es am Samstag auch einen Vorfall in einer Chemnitzer Mietwohnung gegeben, als ein MDR-Reporter von Bewohnern angegriffen wurde (TAG24 berichtete).

Update 22.00 Uhr: Die Polizei schildert in einer Pressemitteilung, wie es zur Festnahme kam: Gegen 19.30 sprach ein Journalist Polizeibeamte an, weil er einen Krücken-Angreifer aus Chemnitz bei PEGIDA in Dresden erkannt hatte. Den Polizisten war der Mann aus Internet-Videos bereits bekannt. Sie nahmen den 65-jährigen Dresdner vorläufig fest. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt.

Außerdem muss sich eine 50-Jährige wegen des Anfangsverdachts auf Volksverhetzung verantworten. Sie soll in unmittelbarer Nähe von Polizeikräften gerufen haben, dass "alle Linken vergast gehören". 245 Beamte waren im Einsatz.

Mehrere Journalisten schildern, dass sie bei den Demonstrationen in Chemnitz angegriffen wurden

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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