Auch bei den Ärmsten ist der Tod nicht umsonst

Dresden - In Sachsen gibt es immer weniger Armenbegräbnisse. Wenn Hinterbliebene keine angemessene Beerdigung zahlen können, springt die Kommune ein. Diese Ausgaben sind von 2015 bis 2018 von gut drei Millionen auf etwa 2,2 Millionen Euro geschrumpft.

Sachsen gibt immer weniger Geld für Sozialbestattungen aus.
Sachsen gibt immer weniger Geld für Sozialbestattungen aus.

In sozialen Härtefällen wird beispielsweise in Chemnitz für eine preisgünstige Grabplatte inklusive Gravur ein Betrag von bis zu 725 Euro übernommen. Bezahlt werden 950 Euro für eine Feuerbestattung zuzüglich der Kosten für die Einäscherung, 1260 Euro für ein Erdbestattung.

Ähnlich in Dresden, wo die Stadt unter anderem das Waschen, Kleiden und Einsargen des Leichnams, die Leichenbeförderung über eine kurze Strecke bis zu den Kosten für Sarg und Sargträger, einfachen Grabschmuck und für die Benutzung einer Feierhalle oder Kapelle die Kosten übernimmt.

Nicht bezahlt werden hingegen unter anderem der Leichenschmaus, Kosten für die Anreise von Verwandten zur Beisetzung, Trauerkleidung, die Kosten der fortlaufenden Grabpflege und Todesanzeigen.

Bei Armenbegräbnissen wird das Nötigste bezahlt.
Bei Armenbegräbnissen wird das Nötigste bezahlt.  © 123rf.com/kzenon

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