Sachsen droht der nächste Lehrerstreik!

Dresden - Droht kommende Woche mal wieder ein Streik-Chaos? Die Gewerkschaften rufen Lehrer und andere Landesbedienstete im öffentlichen Dienst zu ganztägigen Warnstreiks von Dienstag bis Donnerstag auf.

Einmal mehr sind Sachsens Lehrer zum Warnstreik aufgerufen - gestaffelt nach Regionen sollen sie die Arbeit niederlegen.
Einmal mehr sind Sachsens Lehrer zum Warnstreik aufgerufen - gestaffelt nach Regionen sollen sie die Arbeit niederlegen.  © DPA

Regional gestaffelt wollen die Betroffenen aus Landesbehörden, Justiz oder Hochschulen Druck in den aktuellen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder machen.

Die zweite Tarif-Verhandlungsrunde endete ohne Ergebnis. Am Dienstag sind die Beschäftigten in der Region Leipzig und Nordsachsen zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Am Mittwoch folgen die Regionen Chemnitz, Zwickau, Erzgebirge, Mittelsachsen und Vogtland mit Kundgebung in Chemnitz auf dem Johannisplatz. Am Donnerstag sind die Landesbeschäftigten in Dresden, Meißen, der Sächsischen Schweiz und Ostsachsen zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Die zentrale Kundgebung findet dann vor dem Finanzministerium statt.

Aufgerufen sind allein über 30 000 nicht verbeamtete Lehrer. Verbeamtete Lehrer dürfen laut Rechtssprechung aber auch nicht als Vertretung für streikende Lehrer eingesetzt werden.

Jens Weichelt (55), Chef des sächsischen Lehrerverbandes: "Die Eltern werden per Elternbrief informiert."

Die Gewerkschaften verlangen u.a. sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro zusätzlich pro Monat. Außerdem geht es um die "stufengleiche Höhergruppierung". So fallen viele Lehrer bei Höhergruppierungen eine Erfahrungsstufe zurück - diese Stufe richtet sich nach der Dauer der Beschäftigung.

Uschi Kruse (61), Landes-Chefin der Bildungsgewerkschaft GEW, forderte die Staatsregierung erneut auf, sich für eine Lösung einzusetzen.

Sie rufen zum Warnstreik auf: SLV-Chef Jens Weichelt (55), Manuela Schmidt (57) von verdi und GEW-Chefin Uschi Kruse (61).
Sie rufen zum Warnstreik auf: SLV-Chef Jens Weichelt (55), Manuela Schmidt (57) von verdi und GEW-Chefin Uschi Kruse (61).  © Holm Helis

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