Coronavirus schreckt Sachsen auf! Mundschutz kaum noch zu haben, Preise explodieren

Dresden - Die Angst vor dem Coronavirus hat Sachsen erreicht. Mundschutze sind vielerorts ausverkauft, praktisch nicht nachbestellbar. Ein Virologe hält Infektionen in Sachsen für möglich.

Obwohl Experten Mundschutz für unnötig halten, ist er in vielen Apotheken nicht mehr lieferbar.
Obwohl Experten Mundschutz für unnötig halten, ist er in vielen Apotheken nicht mehr lieferbar.  © dpa/Fabian Strauch

Mundschutz-Mangel in Dresden! "Aktuell wird alles gekauft, nicht nur der besonders stark nachgefragte FFP2-Mundschutz, auch der klassische OP-Mundschutz ist momentan ausverkauft", sagt Apothekerin Steffi Mattheus (43), Chefin der drei Mattheus-Apotheken.

Eine weitere Apotheke: "Gerade eben haben wir den letzten Mundschutz verkauft. Die Nachfrage ist extrem." Apotheken müssen fragende Kunden wegschicken. Großhändler können nicht liefern, weil Hersteller ausverkauft sind.

Auf dem freien Markt haben sich die Preise, falls lieferbar, von 5 Euro auf 50 Euro verzehnfacht.

Einzelnen Apotheken gelingen mit viel Geduld noch Nachbestellungen. Die Dresdner Mattheus-Apotheken sollen ab dem heutigen Mittwochmittag wieder 100 FFP2-Masken vorrätig haben, die jedoch alle reserviert sind, nächste Woche kommen "voraussichtlich" 500 Masken.

Der Mundschutz selbst verhindert übrigens wirksam keine Ansteckung. Er hilft nur, das Virus nicht weiterzuverbreiten.

Das sagt das Gesundheitheitsministerium

Das Gesundheitsministerium: "Das Ansteckungsrisiko ist nach wie vor gering. Dennoch können Fälle auch in Sachsen nicht ausgeschlossen werden", so Sprecher Andreas Friedrich (56). Alle Einrichtungen wüssten, was zu tun ist. Sachsen seien nur gefährdet, wenn sie zuletzt im Gebiet um Wuhan (China) waren oder Kontakt mit Personen von dort hatten.

"Insofern ist es durchaus möglich und nicht unwahrscheinlich, dass auch in Sachsen, vielleicht auch in Dresden, Einzelfälle auftreten", warnt Alexander Dalpke (48), Chef-Virologe des Dresdner Uniklinikums.

Die Barmer-Krankenkasse beantwortet rund um die Uhr alle Fragen zum Virus über die kostenfreie Telefonnummer 0800/84 84 111.

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Der Coronavirus hat Deutschland erreicht, die Furcht davor auch Sachsen.
Der Coronavirus hat Deutschland erreicht, die Furcht davor auch Sachsen.  © imago images/Science Photo
Alexander Dalpke (48), Chef-Virologe des Dresdner Uniklinikums, hält Einzelfälle in Sachsen für "nicht unwahrscheinlich".
Alexander Dalpke (48), Chef-Virologe des Dresdner Uniklinikums, hält Einzelfälle in Sachsen für "nicht unwahrscheinlich".  © PR
Vor allem FFP2-Masken sind vielerorts ausverkauft.
Vor allem FFP2-Masken sind vielerorts ausverkauft.  © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Titelfoto: dpa/Fabian Strauch, imago images/Science Photo

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