Millionen-Angebot nach Einbruch im Grünen Gewölbe: Macht sich der Mäzen strafbar?

Dresden - Geld für Raubgut, Handel mit Dieben. Weil ein Mäzen über seinen Rechtsanwalt 1,3 Millionen Euro Auslöse für die Rückgabe der Dresdner Kronjuwelen bietet, fragt sich alle Welt: Dürfen die denn das?

Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (44).
Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (44).  © Steffen Füssel

"Solche Auslobungen sind nicht generell unzulässig. Es kommt auf die Ausgestaltung an", erklärt Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (44) von der Staatsanwaltschaft Dresden.

Grundsätzlich aber dürften die Ermittlungen nicht behindert werden. Der Vorschlag des Anwalts Josef Resch (70) sei den Ermittlern bekannt, so Schmidt auf Anfrage.

Den Ermittlern wohlgemerkt. Denn aus dem sächsischen Justizministerium heißt es: Staatsanwaltschaft und auch das Ministerium seien über das Angebot nicht informiert worden. Von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden als Betroffene des Raubs hieß es, man "begrüße" jede "zulässige und sinnvolle Maßnahme", die die Kunstwerke wieder zurückbringt.

Vom Angebot des großen Unbekannten habe man aber erst nach dem TAG24-Bericht erfahren. Über den Mäzen selbst ist nichts bekannt. Nur, dass er laut Resch aus dem mitteleuropäischen Raum stammt.

Resch bietet den Einbrechern oder Zwischenhändlern 1,3 Millionen Euro in bar, wenn sie ihre Beute zurückbringen - auch aus der Fassung gebrochen.

Auch dieses Schmuckstück verschwand aus dem Grünen Gewölbe.
Auch dieses Schmuckstück verschwand aus dem Grünen Gewölbe.  © SKD/Jürgen Karpinski
Anwalt Josef Resch mit den 1,3 Millionen Euro des unbekannten Mäzens.
Anwalt Josef Resch mit den 1,3 Millionen Euro des unbekannten Mäzens.  © privat

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