Katastrophale Saison wegen Dauer-Ebbe

Dresden - Oje! Diese Saison (bis 22. Oktober) ist eine Katastrophe für die Sächsische Dampfschiffahrt.

Der Pegel ist dauerhaft niedrig in dieser Saison.
Der Pegel ist dauerhaft niedrig in dieser Saison.  © Thomas Türpe

Mit dem Dauerniedrigpegel der Elbe versickerte das Geschäft. Die Weiße Flotte denkt jetzt über neue Geschäftsmodelle und Veränderungen nach.

"Seit fünf Monaten planen wir jeden Tag mit 24 Stunden Vorlauf", so Flottensprecher Robert Rausch (39).

Es waren zwar nur zwei Tage, an denen gar nichts fahren konnte. Doch bei einem Pegel, der wochenlang zwischen 50 und 60 Zentimetern dümpelte, fuhren an vielen Tagen nur die mit halber Passagierzahl besetzten Dampfer "Leipzig" und "Diesbar". Weil die "Stadtfahrt" noch das Zuverlässigste ist, will die Weiße Flotte hier in Zukunft mehr Dampf machen: "Wir denken über mehr Veranstaltungsfahrten und mehr Partyformate im Stadtbereich nach", so Rausch.

Doch auch den Dampfern selbst soll es ans Eingemachte gehen. "Der Rückbau von Tresen und schweren Kühlzellen ist im Gespräch." Kleinere, leichtere Schiffe anzuschaffen, ist hingegen nicht geplant. Ein bisschen Hoffnung gibt es noch zum Fest der Liebe. Die Verkaufszahlen für Weihnachten sind gut, die Saison wird deshalb um eine Woche, bis zum 13. Januar, verlängert.

Dass die Flotte in den letzten Tagen der Saison noch mal richtig Dampf machen kann, wird ein Traum bleiben: "In den nächsten 14 Tagen wird es keinen großen Regen geben", so Manuel Voigt (30) vom Deutschen Wetterdienst.

Dampfer "Meißen" liegt schon auf der Werft.
Dampfer "Meißen" liegt schon auf der Werft.  © Thomas Türpe

Titelfoto: Thomas Türpe


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