Darum wird der Radwege-Ausbau in Dresden jetzt gebremst

Die Kreisform des Albertplatzes ist geschützt - und behindert momentan die Radwegeplaner.
Die Kreisform des Albertplatzes ist geschützt - und behindert momentan die Radwegeplaner.  © Jürgen-M. Schulter

Dresden - Bis 2025 will Dresden für 46 Millionen Euro 400 Kilometer neue Radwege bauen, das Netz würde sich damit verdoppeln (TAG24 berichtete). Doch immer öfter steht sich die Verwaltung selbst im Wege, etwa wenn der Denkmalschutz sein Veto einlegt. Neuestes Beispiel: der Albertplatz.

Kaum zu glauben: Dort ist die Kreisstruktur des Platzes denkmalgeschützt. Die neuen Radwege dürfen in die Struktur nur minimal eingreifen. Momentan feilschen Experten daher um jeden Millimeter, welchen beispielsweise ein Bordstein verschoben werden darf.

"Es ist viel mehr zu tun, als nur etwas Farbe auf die Straße zu pinseln. Aber wir sind auf einem guten Weg und wollen auf jeden Fall 2018 die Radstreifen freigeben", bestätigt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (40, Grüne).

Ähnliche Probleme gab es an der Bautzner Straße. Dort verzögerten denkmalgeschützte Eibenbüsche sechs Monate lang die Planung eines neuen Radweges. Auch am Körnerweg gab es Verzögerungen. Eigentlich sollte der Abschnitt des Elberadweges im Sommer 2016 saniert werden, passiert ist noch immer nichts.

Dabei zeigen neue Radwege fast immer sofort Wirkung. Seit es auf der Winterbergstraße einen durchgängigen Radweg gibt, stieg die Zahl der Radler im Monat um bis zu 7000.

Auch die Büsche entlang der Bautzner Straße dürfen nicht einfach so einem Radweg weichen.
Auch die Büsche entlang der Bautzner Straße dürfen nicht einfach so einem Radweg weichen.  © Ove Landgraf

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