Das Handy voller Kinderpornos: ER ließ sich Nacktfotos von Schulmädchen schicken

Dresden - Er wusste ganz genau, was er da tat, und versuchte auch gar nicht erst, sich am Mittwoch vor Gericht herauszureden: Dort musste sich Marcus H. (26) wegen Kindesmissbrauchs und Kinderpornografie verantworten.

Marcus H. (26) muss für zwei Jahre hinter Gitter, wenn er sich nicht schnell in Therapie begibt.
Marcus H. (26) muss für zwei Jahre hinter Gitter, wenn er sich nicht schnell in Therapie begibt.  © Peter Schulze

Er hatte nicht nur zwei damals zwölfjährige Mädchen dazu überredet, ihm Nacktbilder zu schicken, sondern sich auch selbst Tausende Kinderpornos aufs Handy geladen.

Beide Mädchen kannte er über den Freundeskreis, bei beiden verfuhr der arbeitslose Dresdner nach derselben Masche: Die eine sprach er bei Facebook, die zweite bei WhatsApp an, schnell wurde das Gespräch intim.

Von beiden verlangte er Nacktbilder und schickte ihnen selbst unappetitliche Fotos von sich selbst. "Ich wusste, wie alt sie waren", räumte er vor Gericht ein. "Ich kann mir selber nicht erklären, wie es dazu kam. Es hat sich einfach so entwickelt."

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Auch dass er sich über 1800 Kinderpornos, teilweise mit Säuglingen, aus dem Netz gezogen hatte, räumte er ein. "Man gibt zwei, drei simple Worte bei Google ein", erklärt er. "Schon findet man so etwas. Das hat in meinem Kopf etwas umgelegt, was nicht in Ordnung ist."

So schickte er auch noch einem "Stan Smith" per E-Mail ein Video, in dem einem Säugling ein Penis vor den Mund gehalten wird, empfing von ihm ähnliches Material.

Da Marcus H. nicht einschlägig vorbestraft war, erhielt er gestern zwei Jahre auf Bewährung. Bedingung: Er muss sich umgehend in Therapie begeben.

Per WhatsApp schickten die Opfer, zwölfjährige Mädchen, Marcus H. Fotos. (Symbolbild)
Per WhatsApp schickten die Opfer, zwölfjährige Mädchen, Marcus H. Fotos. (Symbolbild)  © 123RF

Titelfoto: Peter Schulze

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