Betrug mit DEKRA-Formularen? Arben kommt noch mal davon

Dresden - Ohne ein "man­gel­frei"-Do­ku­ment von der DE­KRA lässt sich ein Auto schlecht ver­kau­fen. Frech, wenn das Do­ku­ment ge­fälscht ist. Ar­ben E. (40) soll gleich zwei Mal als "Di­plom-In­ge­nieur" der Un­ter­su­chungs­an­stalt auf Blan­ko­for­mu­la­ren un­ter­schrie­ben ha­ben. Jetzt stand er we­gen Ur­kun­den­fäl­schung vorm Amts­rich­ter.

Arben E. (40) musste vor den Amtsrichter.
Arben E. (40) musste vor den Amtsrichter.  © Ove Landgraf

Der ge­bür­ti­ge Ko­so­va­re jobb­te sei­ner­zeit bei ei­nem Auto-Im­port-Ex­port-Han­del in der Fried­rich­stadt als Fah­rer. "Da kam ab und an ein Herr Lars, der wohl bei der DE­KRA war", er­zähl­te Ar­ben.

"Er sag­te dem Chef, er küm­me­re sich um die Pa­pie­re. Ich habe nur auf An­wei­sung vom Chef Au­tos zu Herrn Lars ge­fah­ren."

Und so lan­de­ten ein To­yo­ta und ein Ford-Trans­por­ter auf dem Park­platz der Mäl­ze­rei, wo Pa­pie­re und Schlüs­sel in ei­nen Brief­kas­ten ge­wor­fen wur­den. Spä­ter hol­te Ar­ben die Fahr­zeu­ge samt aus­ge­füll­ter DE­KRA-Pa­pie­re wie­der ab.

Pro­blem: Die Kar­ren wa­ren kei­nes­wegs "män­gel­frei", son­dern gar ver­kehrs­un­tüch­tig! Die Sa­che flog auf, als ei­ner der Au­to­käu­fer das Schrott­au­to re­kla­mier­te. "Die Blan­ko­schei­ne wa­ren zu­vor ei­nem ech­ten DE­KRA-Mit­ar­bei­ter aus dem Auto ge­klaut wor­den", so der Rich­ter zu Ar­ben. "Und auf den ge­fun­de­nen Schrei­ben war Ihr Fin­ger­ab­druck."

Der aber be­teu­er­te: "Ich war nur der Ku­rier." Weil der Chef des Au­to­hau­ses nicht als Zeu­ge er­schien und auch von der alar­mier­ten Po­li­zei nicht ge­fun­den wur­de, stell­te der Rich­ter das Ver­fah­ren ge­gen Ar­ben E. ein. Er muss 250 Euro an ei­nen evan­ge­li­schen Kin­der­gar­ten zah­len und bleibt straf­frei.


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