Deshalb solltet Ihr keinen rohen Plätzchenteig naschen

Essen Kinder vom rohen Plätzchenteig mit Eiern, können sie Magen-Darm-Beschwerden bekommen.
Essen Kinder vom rohen Plätzchenteig mit Eiern, können sie Magen-Darm-Beschwerden bekommen.  © dpa/Mascha Brichta, 123rf.com/shalamov

Dresden - Seid Ihr auch schon fleißig dabei, Weihnachtsplätzchen zu backen? Dann wisst Ihr ja, wie verführerisch lecker der rohe Teig ist.

Aus Kindertagen kennen wir Muttis mahnende Worte: "Nasch nicht so viel vom Teig, sonst bekommst du Bauchschmerzen."

Wir haben Bauchschmerzen bekommen! Verantwortlich sind dafür bestimmte Zutaten.

Eier - Wenn rohe Eier in den Teig wandern, ist das Risiko einer Salomonelleninfektion hoch. Greift deshalb am besten nur zu ganz frischen Eiern. Vergesst auch nicht, Euch vor der Zubereitung die Hände gründlich zu waschen und später alle verwendeten Küchenutensilien zu reinigen.

"Von der Schale der rohen Eier und aus ihrem Inneren können Salmonellen in den Teig, auf die Hände und damit auch in das Verdauungssystem der Kinder geraten", sagt Jens Luther von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung bei der Verbraucherzentrale Sachsen in Dresden.

Kleine Mengen der Keime reichen, um schwere Magen-Darm-Beschwerden auszulösen.

Sind die Plätzchen mehrere Minuten bei mindestens 70 Grad im Ofen, werden die Salmonellen abgetötet.

Hände und sämtliche benutzte Utensilien gut abwaschen!
Hände und sämtliche benutzte Utensilien gut abwaschen!  © 123rf.com/titletime

Hefe und Backpulver - Beide Zutaten sind so genannte Backtriebmittel. Sie lockern den Keksteig auf, produzieren aber Kohlendioxid. "Das Gas gelangt in den Magen-Darm-Trakt und kann so zu Bauchschmerzen und Blähungen führen. Außer einem unguten Gefühl ist weiter aber nichts zu erwarten", erklärt Katharina Stapel von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Sektion Niedersachsen.

Zum Glück gehören Hefe und Backpulver eher in Kuchen und Brot und nur selten in Plätzchen.

Mehl - Getreide wird vor der Mehlherstellung keiner Bakterien-tötenden Behandlung unterzogen. Deshalb können im Mehl so genannte STEC-Bakterien vorkommen, also E. coli-Bakterien. Sie bilden Shigatoxin und verursachen Bauchkrämpfe, Durchfall und im schlimmsten Fall sogar Nierenversagen.

Auch hier gilt: Achtet darauf, dass der Teig gut durchgebacken ist. Denn nur so haben die Bakterien keine Überlebenschance.

Titelfoto: dpa/Mascha Brichta, 123rf.com/shalamov

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