Dresden: Skandal um "Deutscher Fahrer"-Schild in Bus: Weiterer Zettel entdeckt!

Dresden - Der Arbeitgeber des Busfahrers, der in Dresden mit politischer Provokation für Aufsehen gesorgt hatte (TAG24 berichtete), hat sich schockiert über den Fall gezeigt. Doch jetzt wird bekannt, dass es mehr als nur ein "Deutscher Fahrer"-Schild gab.

Die DVB haben energisch auf die politische Provokation des Fahrers reagiert.
Die DVB haben energisch auf die politische Provokation des Fahrers reagiert.  © Tino Plunert/dpa-Zentralbild/dpa

"Wir wollen und können keine Plattform für politische Diskussionen sein", sagte Matthias Peschke, Geschäftsführer des DVB-Subunternehmens Satra Eberhardt GmbH, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Es gebe Gespräche "mit allen Beteiligten", auch mit dem Busfahrer. Zum Inhalt wollte Peschke keine Angaben machen.

Am Montag hatte ein Busfahrer des Unternehmens sogar in zwei Linienbussen der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) während seiner Schicht A4 große Blätter an den Seitenscheiben der Fahrerkabinen angebracht.

Darauf stand jeweils in Frakturschrift: "Diesen Bus steuert ein Deutscher Fahrer". Ein Fahrgast hatte ein Foto des ersten Busses, den der Fahrer steuerte, auf Twitter verbreitet.

Zwei Zettel in zwei Bussen: Waren möglicherweise zwei Fahrer am Werk?

Doch woher wissen die Verantwortlichen, dass der Fahrer für beide Zettel verantwortlich war und nicht vielleicht einen Komplizen hatte? Bei zwei verschiedenen Bussen würde das doch Sinn ergeben.

Der Fahrer hatte an dem Tag zwei halbe Schichten auf den betreffenden Bussen - ein Komplize daher ausgeschlossen werden konnte.

Die DVB habe durch den Tweet von dem ersten Zettel erfahren und daraufhin Kontakt mit dem Arbeitgeber des Fahrers aufgenommen, sagte DVB-Sprecherin Anja Ehrhardt.

"Wir haben unseren Subunternehmer angewiesen, dass der Fahrer auf unseren Linien nicht mehr zum Einsatz kommt", so Ehrhardt.

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