Dresdens Stadtchef in Afrika: Hier wird OB Hilbert angetanzt

Dresden/ Brazzaville - Am Mittwoch kommt Dirk Hilbert (47, FDP) samt Delegation aus Dresdens kongolesischer Partnerstadt Brazzaville zurück. Hilbert war seit 1980 der erste Dresdner OB, der die Stadt am Kongo besuchte.

OB Dirk Hilbert (47, FDP) mit einem Sapeur - eine Bezeichnung für elegant gekleidete Afrikaner, dessen Auftreten in deutlichem Kontrast zu den Lebensumständen steht.
OB Dirk Hilbert (47, FDP) mit einem Sapeur - eine Bezeichnung für elegant gekleidete Afrikaner, dessen Auftreten in deutlichem Kontrast zu den Lebensumständen steht.  © Anke Wagner

Mit vor Ort war CDU-Stadträtin Anke Wagner (36). In ihrem Reisetagebuch schreibt sie: "Ja, wir haben Blechhütten passiert und direkt daneben gelegene Müllhalden. Auf dem Marktbesuch habe ich noch lebende Raupen und Fledermäuse gesehen. Frisches Fleisch, das bei 30 Grad rumlag - für die Menschen hier Alltag."

Eine geplante Bootsfahrt auf dem Kongo musste abgesagt werden, weil in Kinshasa auf der anderen Seite des Flusses Unruhen drohten. Die US-Botschaft hatte alle Boote reserviert, um bei Bedarf evakuieren zu können. Dennoch überwiegen positive Einbrücke. Frau Wagner: "Diese Lebensfreude, diese Gelassenheit - ob tanzend, auf Skates oder joggend -, die wir erlebt haben, war einfach nur schön."

OB Hilbert zeigte sich tanzend auf der Straße, behielt aber auch den Sinn der Reise im Blick: "Die Fortschreibung der Städtepartnerschaft nimmt konkrete Gestalt an."

Und: "Sonntags wird eine große Straße inklusive Brücke gesperrt, viele Bürger genießen die Open-Air-Atmosphäre mit Modenschau und Konzert. Eindrücke, die man verarbeiten muss." Vielleicht auch eine Idee für Dresden...

Milizen und Armut prägen Teile des Straßenbildes.
Milizen und Armut prägen Teile des Straßenbildes.  © Anke Wagner

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