DJ als Hartz-IV-Betrüger verurteilt: So dreist zockte er 16.000 Euro ab

DJ Sven G. (47) musste am Montag vorm Amtsrichter antreten.
DJ Sven G. (47) musste am Montag vorm Amtsrichter antreten.  © Thomas Türpe

Dresden - Dieser dreiste Griff in die Sozialkasse hat sich nicht wirklich gelohnt. DJ und Produzent Sven G. (47) kassierte vom Jobcenter satte 16.109,80 Euro zu viel. Am Montag stand der reuige Musiker wegen Betrugs vorm Amtsrichter.

"Ich hab den Kopf in den Sand gesteckt", so Sven G. "Ich hab genau gewusst, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis alles auffliegt." Er bezog Hartz IV und stellte von 2012 bis 2014 regelmäßig sogenannte "Nachfolgeanträge".

Auf denen gab er aber nie an, dass er inzwischen verheiratet war, seine Frau berufstätig und somit unterhaltspflichtig ist. Obendrein war der DJ zu seiner Gattin ins Umland gezogen. Somit war das Dresdner Jobcenter nicht mal mehr zuständig für ihn. "Ich wollte meiner Frau nicht sagen, dass ich Hartz IV beziehe."

Doch irgendwann bekam das Jobcenter mit, dass er verheiratet ist, fragte im Finanzamt Meißen nach, wo die Eheleute zusammen gelistet sind. Der DJ flog auf, zahlte bisher 600 Euro zurück. "Meine Ehe hat das zum Glück überstanden. Ich musste mir aber mächtig was anhören", so Sven G.

Auch der Richter mahnte: "Lassen Sie sich solchen Blödsinn nie wieder einfallen!" Er verurteilte den DJ zu 14 Monaten Haft, ausgesetzt auf Bewährung. Zusätzlich muss Sven G. 60 Stunden gemeinnützig arbeiten und natürlich die ganze Kohle zurückzahlen.

Titelfoto: Thomas Türpe


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