Was machen 60 Torten auf der Elbe?

Dresden - Der begehbare Froster der Löbtauer "Konditorei & Café Müller" ist vollgestopft mit 60 Eistorten. Nur die Sahne fehlt noch auf den tiefgekühlten "Eis-Medaillen" fürs Drachenbootrennen beim Elbhangfest. Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit!

Fahrer Matthias Mütze liefert die Eistorten bis zum Steg.
Fahrer Matthias Mütze liefert die Eistorten bis zum Steg.  © Norbert Neumann

Kühlen statt backen lautet das Rezept für die "Blauen Wunder". Konditor Paul Mütze (21) spritzt die Loschwitzer Brücke mit Schokoladenglasur aus seiner Pergamentpapier-Tüte aufs Tablett. Die Elbbrücke ist Austragungsort und Ziellinie zugleich.

Beim Drachenbootrennen am kommenden Wochenende gehen dieses Jahr 90 Teams an den Start. Doch nur 20 Mannschaften können je drei der begehrten Eis-Trophäen ergattern.

110 Kilo Eis, 20 Kilo Sahne, zwei Kartons mit 1000 Waffeln und ebenso vielen Kirschen und Amarettini: Eins ist sicher, 60 Eistorten sind ein logistisches Meisterwerk! Doch die Traditionskonditorei Müller hat Routine - und Chefin Cornelia Mütze (50) den Überblick.

"14 Tage vorher beginnen wir mit den Vorbereitungen", erzählt sie. Schicht für Schicht wird das zähflüssige Eis auf die Grillageböden gestrichen, erst Vanille, dann entweder Erdbeere oder Schokolade. Zwischendurch geht's bei minus 30 Grad immer wieder in den Schock-Froster.

Nur mit dem Dekorieren lassen sich die Zuckerbäcker Zeit. "Erst zwei Tage vor dem Event streichen wir alle Torten mit Sahne ein." Dann werden auch die Kirschen auf die Rosetten gesteckt und die Schoko-Brücken-Ornamente aufgelegt.

Die Anlieferung übernimmt übrigens die Wasserwacht. Fahrer Matthias Mütze (53) liefert die Eistorten nur bis zum Steg. Dort verladen die Rettungsschwimmer das kostbare Kühlgut ins Motorboot und schippern es über den Fluss. Denn das Blaue Wunder ist am Wochenende vom Drachenbootrennen für den Autoverkehr gesperrt.

Titelfoto: Norbert Neumann


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0