Kommt heute die Auf- und Abstiegsregelung im Eishockey zurück?

Timo Walther (r.) hat
sich bei den Eislöwen
in die Form für die
„U20“-WM gespielt.
Unter Coach Franz
Steer bekommt er
viel Eiszeit.
Timo Walther (r.) hat sich bei den Eislöwen in die Form für die „U20“-WM gespielt. Unter Coach Franz Steer bekommt er viel Eiszeit.  © Lutz Hentschel

Dresden - Gibt's am Dienstag das große Weihnachtsgeschenk für alle Eishockey-Fans? Das ist die spannendes Frage. Vor Weihnachten wollte das Schiedsgericht sein seit August erwartetes Urteil im Rechtsstreit über den Auf- und Abstieg zwischen DEL und DEL2 verkünden!

Sportlich kann die Entscheidung nur "Ja" lauten. Nicht nur weil die DEL2 sonst zerstört wird. Sponsoren über kurz oder lang wegen fehlender Perspektiven abspringen werden.

Gerade für die deutschen Talente wäre es fatal. Wie die aktuelle "U20"-WM gezeigt hat, fehlt es dem Nachwuchs an Niveau. Bei der B-WM verpassten sie durch das 0:1 gegen Lettland im französischen Courchevel den Aufstieg in die A-Gruppe.

"Die Niederlage tat weh", räumte Timo Walther ein. Der Eislöwen-Stürmer gehörte noch zu den Leistungsträgern. Und wusste wieso: "In Dresden konnte ich mich gut weiterentwickeln." Dies soll auch so bleiben.

Aber ist es allein die Angelegenheit der DEL2-Club, den deutschen Nachwuchs zu entwickeln, während die DEL-Vereine mit zehn Ausländern in halb gefüllten Arenen spielen und mittlerweile das Interesse wegen des fehlenden Wettbewerbes auch an der DEL2 rückläufig ist.

Wieso haut der deutsche Verband nicht auf den Tisch? In der Diskussion um das Schiedsverfahren hielt sich DEB-Präsident Franz Reindl vornehm zurück. Überhaupt scheint Kritik, ob am Verband, der Liga oder den Schiris, immer mehr "für unerwünscht" erklärt zu werden. Spielern, Trainern und Vereinen wird mit saftigen Strafen und Sperren gedroht, sobald sie etwas "anmerken". Alles nur, um das Projekt "Auf- und Abstieg" nicht zu gefährden.

Es wird sich zeigen, ob diese Persil-Taktik aufgeht oder die Entscheidung trotzdem auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben wird ...

Titelfoto: Lutz Hentschel


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